Der Philibuster Adventskalender: Türchen Nummer 19
Erstellt von: Michael Stepper am Dez 19, 2009 Tagged in: Adventskalender 2009
Türchen Nummer 19 ist offen:

"Geben ist seliger denn Nehmen", weiß der Volksmund und gerade vor Weihnachten wird die Gutmütigkeit der Menschen gerne auf die Probe gestellt - und nicht selten ausgenutzt. Die Geschichte meines ersten Weihnachts-Nepps.
Großtaten eines Gönners
Ich erinnere mich an den 19. Dezember vor 15 Jahren. Ich war 12 Jahre alt und es klingelte an der Haustür. Vor der Tür stand ein ärmlich dreinblickender Mann und hielt mir einen Stapel Postkarten - mit, wie er sagte, kunstvoll gearbeiteten Scherenschnittmotiven aus Grimms Märchenwelt - entgegen. Ob ich ihm nicht einen Packen abkaufen wolle, säuselte er. Mit meiner großzügigen Tat würde ich dem Arbeitskreis der Mund- und Fußmalenden aus dem Raum Salzburg eine große Freude machen. Zudem wäre jede dieser Karten einzigartig und damit das ideale Geschenk für jede Altersgruppe. Ganz weihnachtlich wähnte ich mich mich als großer Gönner und so gingen für 20 Mark zehn handgearbeitete Karten in meinen Besitz über.
Als ich später meinen Eltern von dieser guten Tat berichtete, erntete ich nur verständnislose Blicke. Ob ich mir den Schrieb hätte zeigen lassen, der den Verkäufer als Vertreter dieser Zunft auswies, wollte man wissen. Natürlich nicht, schließlich war bald Weihnachten, da bestand kein Zweifel an der Bedürfigkeit dieses Mannes und der von ihm vertretenen Malergruppe. Ob ich denn auch den Aufkleber auf der Rückseite des Kartenstapels bemerkt hätte, auf dem da deutlich wenn auch winzig klein zu lesen war "Made in Indonesia". Nein, ja, äh, natürlich nicht. Auf diesen Nepp hin beschloss ich, mein Taschengeld zukünftig für sinnvollere Dinge auszugeben: Comics und Süßigkeiten ...
(Bild © Flickr to.wi)

"Geben ist seliger denn Nehmen", weiß der Volksmund und gerade vor Weihnachten wird die Gutmütigkeit der Menschen gerne auf die Probe gestellt - und nicht selten ausgenutzt. Die Geschichte meines ersten Weihnachts-Nepps.
Großtaten eines Gönners
Ich erinnere mich an den 19. Dezember vor 15 Jahren. Ich war 12 Jahre alt und es klingelte an der Haustür. Vor der Tür stand ein ärmlich dreinblickender Mann und hielt mir einen Stapel Postkarten - mit, wie er sagte, kunstvoll gearbeiteten Scherenschnittmotiven aus Grimms Märchenwelt - entgegen. Ob ich ihm nicht einen Packen abkaufen wolle, säuselte er. Mit meiner großzügigen Tat würde ich dem Arbeitskreis der Mund- und Fußmalenden aus dem Raum Salzburg eine große Freude machen. Zudem wäre jede dieser Karten einzigartig und damit das ideale Geschenk für jede Altersgruppe. Ganz weihnachtlich wähnte ich mich mich als großer Gönner und so gingen für 20 Mark zehn handgearbeitete Karten in meinen Besitz über.
Als ich später meinen Eltern von dieser guten Tat berichtete, erntete ich nur verständnislose Blicke. Ob ich mir den Schrieb hätte zeigen lassen, der den Verkäufer als Vertreter dieser Zunft auswies, wollte man wissen. Natürlich nicht, schließlich war bald Weihnachten, da bestand kein Zweifel an der Bedürfigkeit dieses Mannes und der von ihm vertretenen Malergruppe. Ob ich denn auch den Aufkleber auf der Rückseite des Kartenstapels bemerkt hätte, auf dem da deutlich wenn auch winzig klein zu lesen war "Made in Indonesia". Nein, ja, äh, natürlich nicht. Auf diesen Nepp hin beschloss ich, mein Taschengeld zukünftig für sinnvollere Dinge auszugeben: Comics und Süßigkeiten ...
(Bild © Flickr to.wi)





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