Der Philibuster Adventskalender: Türchen Nummer 21
Erstellt von: Michael Stepper am Dez 21, 2009 Tagged in: Adventskalender 2009
Türchen Nummer 21 ist offen:

Denkanstoß #3: Päckchen und Pakete gehören zu Weihnachten wie Eier zu Ostern - aber was tun, wenn die einzige Postfiliale im näheren Umkreis gerade geschlossen wurde?
Das Ende des Amts
In meiner Kindheit war es das eigentliche Dorfzentrum noch vor der Kirche - das Postamt. Der Ort, an dem Briefmarken erstanden, Taschengelder auf das Sparbuch eingezahlt und eben Pakete aufgegeben wurden - nicht immer zur Freude der knurrigen Alten hinter dem Schalter.
Doch in meinem Heimatdorf gibt es schon lange keine Postfiliale mehr. Wer dort nun Pakete aufgeben will, dem bleibt nur die Fahrt in die Nachbargemeinde. Auch dort gibt es keine Post mehr, sondern einen Baumarkt, der an der Kasse einen winzigen Postschalter betreibt - zwischen Rasentrimmern und Außenbeleuchtung.
Irreführende Werbung
Nun mag diese Entwicklung auf dem Lande noch einigermaßen schlüssig erscheinen, wo zu Zeiten der allgemeinen Wirtschaftskrise doch nicht jedes Kaff mit einem eigenen Postamt gesegnet sein kann. Doch selbst in der Großstadt sieht es nicht besser aus. Bis 2011 will die Deutsche Post alle noch eigenen Filialen schließen und so bleibt nur der Gang zum nächsten Paketversender, der entweder in einem winzigen Schreibwarenladen oder einer Reinigung beherbergt ist - der Service auf das Nötigste beschränkt.
Da verwundert es noch mehr, dass gerade die Deutsche Post neulich vollmundig damit warb, seit 2002 nicht weniger als 1000 neue Filialen eröffnet zu haben und zur besseren Übersicht im wuchernden Filial-Dschungel auch gleich noch die passende iPhone-App liefert.
Ich habe sie probeweise installiert und suche Filialen in meiner Nähe. Als Ergebnis erhalte ich meine über die Jahre liebgewonnene Postfiliale, die nun schon seit mehreren Wochen leer steht. Was hatte ich anderes erwartet von diesem Unternehmen. Es wird Zeit, mir endlich auch eine neue Bank zu suchen ...
(Bild © Flickr cbmd)

Denkanstoß #3: Päckchen und Pakete gehören zu Weihnachten wie Eier zu Ostern - aber was tun, wenn die einzige Postfiliale im näheren Umkreis gerade geschlossen wurde?
Das Ende des Amts
In meiner Kindheit war es das eigentliche Dorfzentrum noch vor der Kirche - das Postamt. Der Ort, an dem Briefmarken erstanden, Taschengelder auf das Sparbuch eingezahlt und eben Pakete aufgegeben wurden - nicht immer zur Freude der knurrigen Alten hinter dem Schalter.
Doch in meinem Heimatdorf gibt es schon lange keine Postfiliale mehr. Wer dort nun Pakete aufgeben will, dem bleibt nur die Fahrt in die Nachbargemeinde. Auch dort gibt es keine Post mehr, sondern einen Baumarkt, der an der Kasse einen winzigen Postschalter betreibt - zwischen Rasentrimmern und Außenbeleuchtung.
Irreführende Werbung
Nun mag diese Entwicklung auf dem Lande noch einigermaßen schlüssig erscheinen, wo zu Zeiten der allgemeinen Wirtschaftskrise doch nicht jedes Kaff mit einem eigenen Postamt gesegnet sein kann. Doch selbst in der Großstadt sieht es nicht besser aus. Bis 2011 will die Deutsche Post alle noch eigenen Filialen schließen und so bleibt nur der Gang zum nächsten Paketversender, der entweder in einem winzigen Schreibwarenladen oder einer Reinigung beherbergt ist - der Service auf das Nötigste beschränkt.
Da verwundert es noch mehr, dass gerade die Deutsche Post neulich vollmundig damit warb, seit 2002 nicht weniger als 1000 neue Filialen eröffnet zu haben und zur besseren Übersicht im wuchernden Filial-Dschungel auch gleich noch die passende iPhone-App liefert.
Ich habe sie probeweise installiert und suche Filialen in meiner Nähe. Als Ergebnis erhalte ich meine über die Jahre liebgewonnene Postfiliale, die nun schon seit mehreren Wochen leer steht. Was hatte ich anderes erwartet von diesem Unternehmen. Es wird Zeit, mir endlich auch eine neue Bank zu suchen ...
(Bild © Flickr cbmd)





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