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Deck +++ Kopfkino +++ Liebe in Zeiten der Knopfphobie
Dienstag, 29.09.2009
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Kommentare (27) Drucken
 
K(n)opfkino - Kur(t)z-Geschichten für Knopfhasser
 

Liebe in Zeiten der Knopfphobie

Sie ist die wohl absurdeste aller Phobien: die Knopfphobie. Was sich albern anhört, ist für viele Menschen alltäglich. Geschichten aus dem Leben einer Knopfhasserin.

Geschrieben von:   
Knöpfe, überall Knöpfe © Flickr pipnstuff


Seit ich denken kann, ekle ich mich vor Knöpfen. Vor Kleidungsknöpfen, um genau zu sein. Ich habe kein Problem mit der Tastatur einer Fernbedienung oder den Schaltvorrichtungen in einem Fahrstuhl. Diese Art von Knöpfen mag ich sogar richtig gern. Es sind lediglich diese runden, glatten Dinger mit Löchern in der Mitte, die mich zum Würgen bringen. Und wenn ich von „Würgen“ spreche, dann meine ich das auch so. Das Gefühl, das bei mir aufkommt, wenn mir jemand mit einem dicken, glänzenden Knopf zu nahe kommt, ist durchaus mit dem vergleichbar, das beim Anblick von Erbrochenem entsteht. Und das nicht zuletzt weil auch der Geruch von Knöpfen für mich unerträglich ist.

Die Bluse des Grauens

Über die Jahre habe ich gelernt, einigermaßen damit umzugehen. Wenn es nicht anders geht, kann ich heute sogar in Bettwäsche mit Knöpfen schlafen. Und sogar das Wort „Knopf“ kann ich inzwischen ausschreiben – wenn auch mit großer Überwindung und zittrigen Fingern. Als Kind hat mein Knopf-Ekel meiner Mutter allerdings großen Kummer bereitet. Einmal hatte sie mir zum Beispiel eine ganz besonders süße Bluse mit großen braunen Holzknöpfen für ein Kindergartenfest gekauft. Als ich mich weigerte, sie anzuziehen, hielt sie mich schlicht für bockig und versuchte, mir die Bluse mit sanfter Gewalt überzustreifen. Das war das erste und einzige Mal, dass ich meiner Mutter ins Gesicht geschlagen habe. Damals war ich vier Jahre alt. Um weiteren Konfrontationen aus dem Weg zu gehen, habe ich knopflastige Kleidungsstücke im Kindergarten einfach heimlich mit meiner Bastelschere zerschnitten und ein Versehen vorgetäuscht. Was hätte ich meinen Eltern auch sagen sollen? Sie hätten mich doch für verrückt erklärt. Jeder hätte das. Deswegen habe ich auch nie jemandem davon erzählt. Viele Jahre lang setzte ich nicht einmal meine besten Freundinnen ins Bild. Erst als ich zum Studieren von der Nordseeküste an den schwäbischen Bodensee zog, flog meine Tarnung auf.

Peinliche Begegnungen

An meinem ersten Uni-Tag betrat ich den Vorlesungssaal mit gemischten Gefühlen. Wem würde ich begegnen? Was würde ich erleben? Wie würde sich mein Leben verändern? Hier war ich völlig fremd. Ich kannte niemanden. Und war mehr als 800 Kilometer von zu Hause entfernt. Mit heißen Ohren setzte ich mich auf einen freien Platz in der Mitte des Saals und observierte die hereinströmenden Studenten verstohlen aus den Augenwinkeln. Die meisten meiner neuen Kommilitonen sahen sehr nett aus. Schließlich nahm ein großes blondes Mädchen neben mir Platz und nickte mir freundlich zu. Ich nickte zurück und wollte gerade etwas sagen - doch dann entdeckte ich ihn. Ich hatte es schon geahnt, als sie den Raum betreten und es unter ihrem roten Mantel verdächtig aufgeblitzt hatte. Doch nun, da sie die Jacke abgelegt hatte, wurde mir das Ausmaß des Grauens bewusst: Ein gleblich schimmernder Riesenknopf thronte mitten auf ihrer Schulter und drohte mir jeden Moment ins Gesicht zu springen.

"Was ist? Hab ich da irgendwas?" Ohne es zu merken, hatte ich dem Mädchen die ganze Zeit apathisch auf die Schulter gestarrt. "Oh. Nichts. Gar nichts. Ich hab nur so da hingeguckt", stammelte ich und riss meinen Kopf ruckartig nach vorne in Richtung Dozent, der nun - Gott sei Dank - mit der Begrüßung und der Vorlesung begann.  "Ich bin Nadine. Ich komme aus Freiburg. Und du?", flüsterte das Mädchen neben mir plötzlich. Ich drehte unsicher den Kopf in ihre Richtung und versuchte, in ihr Gesicht zu gucken - doch ich konnte den Blick einfach nicht von dem ekelhaften Knubbel auf ihrer Schulter abwenden. "Ähm...ja. Nein. Ich meine ... ich weiß nicht." Das Mädchen starrte mich verblüfft an. "Du weißt nicht, wie du heißt und wo du herkommst?" - "Ähm... doch! Klar! Haha. Ich heiße Mareile und komme aus der Nähe von Bremen." - "Ah, okay. Freut mich. Da bist du ja ganz schön weit weg von zu Hause,was?" Ich antwortete nicht sondern starrte nur wie versteinert den Dozenten an. "Du hast doch auch ein Zimmer im Studenten-Wohnheim. Oder?", startete das Mädchen einen neuen Versuch. Apathisch schüttelte ich den Kopf hin und her. Das Mädchen reagierte sauer. "Ach, echt? Ist ja komisch. Ich dachte, ich hätte dich heute Morgen da gesehen."

Ausdrücke des Ekels

Eine halbe Stunde später wurden wir in die Pause entlassen. Ich setzte mich etwas abseits auf eine Bank, zündete mir eine Zigarette an und beobachtete meine Sitznachbarin aus der Ferne. Sie und ein paar andere Mädels hatten die Köpfe zusammengesteckt und tuschelten - wahrscheinlich über mich. Ich spürte einen dicken Kloß im Hals. Plötzlich fiel mir ein Student auf, der langsam auf mich zu schlenderte. Er trug eine blaue Jeans, ein weißes T-Shirt, eine blau-weiße Reißverschlussjacke, hatte einen dunklen Lockenkopf und sah sehr hübsch aus. Als er mich erreicht hatte steckte er sich ebenfalls eine Zigarette an, blies den Rauch aus und fragte schüchtern: „Du kommst also aus der Nähe von Bremen, ja?" Ich erschrak. „Woher weißt du das?“ Er stutzte. „Ich hab gehört, wie du das eben erzählt hast. Ich sitze neben dir.“ Peinlich! Das war mir gar nicht aufgefallen. Ich hatte nur Augen für den Riesenknopf rechts von mir gehabt. „Hm. Hab ich nicht gesehen.“

Er schlug enttäuscht die Augen nieder und ich wurde panisch. Jetzt würde ich gleich auch noch den zweiten potenziellen Schulfreund vergraulen. „Aber ich kann nichts dafür!“, versicherte ich hilflos. „Ich musste woanders hingucken. Das war wegen dem ... wegen dem ...“, wie sollte ich ihm das bloß plausibel machen? „Wegen dem ... wegen dem Knopf!“. Der Junge riss erstaunt die Augen auf. „Ja! Ist der nicht widerlich? So riesig und so glänzend und dann auch noch mitten auf ihrer Schulter!“ Ich traute meinen Ohren kaum. „Findest du Knöpfe etwa auch ekelhaft?“ – „Ich kann mir nichts Ekelhafteres vorstellen!“, rief er aufgeregt und begann, wie ein kleiner Flummi auf und ab zu hüpfen. Wir konnten uns vor Freude kaum halten. Mit immer drastischeren Ausdrücken versuchten wir unserer Begeisterung Ausdruck zu verleihen. „Wie Augen!“, rief ich und sprang elektrisiert von der Bank auf. „Wie ausgespuckte Bonbons“, hielt er dagegen. „Wie Popel!“ - "Wie Pickel!" - "Wie Warzen!" - "Nein, ich weiß was! Wie die Fettaugen auf einer Pizza!" Wir kicherten.

Zurück im Vorlesungssaal konnte ich mich wieder nicht auf den Stoff konzentrieren. Mein Herz raste, meine Ohren wurden heiß, meine Gedanken schweiften ab. Ich konnte einfach nicht aufhören, ihn anzustarren. Ihn – den hübschen Jungen vom Raucherhof.

Themen: Bremen Ekel Jeans Knopf Knopfphobie Liebe Monstrum
Kommentare zu diesem Artikel:
geschrieben von Elke Maier, Oktober 18, 2009

Knopfphobie
Liebe Frau Kurtz,

ich höre das erste Mal von dieser Phobie. Ihre Geschichte finde ich sehr schön geschrieben.
Wie kann ich etwas über die Ursachen dieser Krankheit erfahren oder ist es eben nur eine
liebe Geschichte?

Liebe Grüsse von Elke Maier
geschrieben von Mareile Kurtz, Oktober 19, 2009

Ursachen
Liebe Frau Maier,

danke für das nette Feedback. Sie haben genau die richtige Frage gestellt: Was ist die Ursache? Ich bin da leider - genau wie alle Psychologen, mit denen ich bisher gesprochen habe - völlig ratlos. Ich mache mich deswegen nun einfach selbst auf die Suche und werde darüber hier weiterhin berichten.

Herzliche Grüße, Mareile Kurtz
geschrieben von Schlumpfinchen, Oktober 22, 2009

Einfach toll
Der Bericht spricht mir aus der Seele, auch wenn es bei mir nicht ganz so schlimm ist wie bei dir (ich kann zumindest in knopfhaltiger Bettwäsche schlafen).
geschrieben von Mama aus Leidenschaft, Oktober 24, 2009

Es gibt wirklich Gleichgesinnte! :-)
Hallo!

Ich habe eine 3 jährige Tochter, die auch diese Phobie hat. Sie hat eine sehr starke Persönlichkeit (mit 3 Jahren!) und seitdem sie sprechen kann, ist alles was mit Knöpfen zu tun hat, ein absolutes Tabuthema für sie. Sie zieht auch keine Kleidung an, die irgendwo einen Knopf besitzt und auch die Bettwäsche darf keine besitzen.

Ich habe mir da noch gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht, aber als mich die Kindergärtnerin im Kindergarten ansprach, sie würde sich absolut weigern, einen Kittel beim Malen überzuziehen, weil da Knöpfe dran sind da kamen mir schon so Gedanken hoch, dass sie es wirklich ernst meint, mit den Knöpfen. Denn sonst würde sie sich im Kindergarten nicht so benehmen, wenn es nicht ein wirkliches Problem für sie darstellen würde.

Meine Frage ist nun an andere Betroffene, wie kann ich meiner Tochter noch helfen?
Ich kaufe nun nur noch Kleidung für sie, die sie selber mit aussucht oder die ich umtauschen kann.
Mehr als ihr Problem ernst zu nehmen kann ich dann doch gar nicht, oder ?

Über Antworten wäre ich dankbar!
geschrieben von Gerd, November 26, 2009

Knopfphobie
ICH HABE DIES SEIT DER KINDHEIT AUCH: FÜR MENSCHEN WIE MICH; IST DAS SO SCHLIMM DASS MAN DENKT; WER IST DENN JETZT NICHT NORMAL:: WIE KÖNNEN DIE LEUTE SOOOO HÄSSLICHE DINGE ANZIEHEN; DIE SCHÖNSTE FRAU SIEHT SO ZUM KOTZEN AUS

LIEBE GRÜSSE AN ALLE OHNE Kn..
Gerd
geschrieben von Mareen Oelker, Dezember 17, 2009

...
Wer war der schöne Junge ??
Ich weiß gehört nicht zum Thema, bin aber neugierig??
Lg
geschrieben von Maria, März 07, 2010

...
Das ist echt krass, ich habe einen bericht im fernsehen gesehen über Knopfphobiker. Meine Frage: Vor was genau habt ihr Angst? Ist es das Aussehen? Die Löcher? Ich kann das wirklich nur sehr schwer nachvollziehen. Es wär cool, wenn mir jemand etwas näher erklärt, was es mit dieser Phobie auf sich hat.
Liebe Grüßle
Ria.
geschrieben von Mareile, März 07, 2010

Es ist keine Angst, sondern ein Ekel
Liebe Ria,

es ist keine Angst, sondern ein Ekel. Ich finde Knöpfe eben einfach widerlich. Ungefähr so, wie man einen dicken, glänzenden Pickel eklig findet. Wenn jemand so ein Ding im Gesicht hat, kann man ja trotzdem normal mit ihm reden, aber man guckt eben heimlich doch immer wieder auf den Pickel/Knopf. So kann man das vielleicht beschreiben :-)

Liebe Grüße,

Mareile
geschrieben von Ivonne, April 10, 2010

...
Also mir geht es auch so seit ich denken kann. Mittlerweile ertrage ich die Dinger wenn ich direkten Hautkontakt vermeiden kann.
War echt erstaunt als ich im MEIN-VZ ne Gruppe fand in der sich fast 100 andere Knopfhasser fanden, und allen gehts genauso. Für mich war das fast ne Erlösung zu wissen das es nicht nur mir so geht und ich nicht spinne.
Was wir auch feststellten, das für die meisten nur die Teile mit den Löchern ecklig sind, perlmutt sind am schlimmsten, aber Jeansknöpfe und Druckknöpfe sind meist kein Problem....
Wenn ich an meine frühe Jungend denke, wie verzweifelt meine Mutter war weil sie nicht verstanden hat warum ich diese hüpsche Kleid nicht anziehn wollte. Warum dürfte wohl klar sein.
Zum Glück gibts Betwäsche mit Reissverschluss oder die Dinger werden so nach innen gedreht das ein Kontakt sicher ausgeschlossen werden kann.

LG Ivonne
geschrieben von Heike, Oktober 01, 2010

Knopfphobie -
Hallo Ihr Lieben,

ich habe einen 8 jährigen Sohn, der schon von klein auf eine Knopfphobie hat. Und wenn ich ihm erzähle das er als Baby Strampler mit Knöpfen getragen hat, dann staunt er Bauglötze.

Als das damals anfing, erzähle mir sein Vater das er das auch als Kind hatte...

Nun ja, ich hab immer wieder versucht Kleidung mit Knöpfen zu kaufen... vergebens... Selbst Hosen mit Gummizug - ohhhhhh jeee--- denn der Gummizug wird innen links und rechts von Knöpfen gehalten.... Diese müssen dann erstmal entfernt werden.

Auch er schaut bei Freunden und Bekannten wenn wir dort übernachten ob die Bettwäsche mit Knöpfen ist. Mittlerweise haben viele Freunde sich Knopflose Bettwäsche extra zugelegt...

Er kommt noch nichtmal zum Knuddeln wenn jemand Knöpfe anhat.

Ich glaube wenn es keine Hosen mit Gummizug mehr in seiner Größe gibt wird er in ein großes Loch fallen.

Druckknöpfe machen ihm nichts aus.

PS. Er sagt auch nicht Knopf sondern Nopf.

Es ist gut zu wissen, das er nicht der einzigste ist.

Viele schütteln ob ungläubig die Köpfe...

NUN meine Frage... wie sieht es bei euch mit Hosen aus?
geschrieben von Mareile, Oktober 01, 2010

...
Hallo Heike,

das mit dem Vermeiden der Knopfwörter kenne ich auch! :) Was die Hosen angeht würde ich mir keine Sorgen machen. Normalerweise haben Knopfphobiker mit den Metallknöpfen an einer Jeans überhaupt keine Probleme. Und da Dein Sohn Druckknöpfe "mag" wird das bei ihm sicher auch so sein. Es geht nur um die runden glatten Dinger mit Löchern in der Mitte ... ! :)

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Mareile

geschrieben von öric, Oktober 25, 2010

Jo Genau!
WIE GEIL xD

ich dachte immer ich bin der einzige Doofmann. Aber mir gehts genauso. Diese ekligen Plastedinger erinnern mich immer an ein Baby, das sich diesen Knopf sabbernd in den Mund schiebt und dann den Speichel herunter tropfen lässt...

Sau geil. Die Frage ist, wie kann soetwas schon in der frühen Kindheit entstehen?
geschrieben von Jörg Eisenhuth, Oktober 26, 2010

Ein Hoch auf die Erfinder des Reissverschluss
Obwohl ich Psychologe bin und einen Knopfekel habe, bin ich überrascht, dass es doch viele Menschen gibt, denen es ebenso geht. Fast bin ich ein wenig enttäuscht, hatte ich doch gehofft, die "Exklusivrechte" zu haben.
Mittlerweile habe ich es dank vieler Reissverschlüsse gut im Griff. Meine Frau respektiert mich auch und hält sich mit Knopfkleidung zurück, schließlich möchte sie ja, dass ich sie berühre (Meine Frau natürlich nicht die Knöpfe).
Ich habe meine eigene Theorie für die Ursache, die aber auf meiner persönlichen Lebensgeschichte beruht. Meine Mutter hat die Kinderkleidung selbst geschneidert. Als kleiner Junge habe ich ihr oft zugesehen, wie sie stundenlang nähte, schneiderte und Knöpfe annähte. Sie besaß einen riesigen Nähkorb voll mit Knöpfen. Statt mit uns Kindern zu spielen, hat sie halt genäht und geschneidert und Knöpfe angenäht. Ich glaube, dass ich das nicht befriedigte Gefühl nach Spielen/Aufmerksamkeit auf die Knöpfe übertragen habe.
geschrieben von sabine, November 30, 2010

Es ist erblich!
Es ist erstanlich, dass diese Phobie so verbreitet ist! Ich ekle mich auch vor Knöpfen, kann sie allerdings inzwischen an der Kleidung (nur außen und nicht zu groß) ertragen. Am Schlimmsten sind für mich Bettknöpfe! Muss ich doch einmal so etwas anfassen, wasche ich mir danach die Hände.
Ich denke das ganz ist genetisch bedingt. Meine Oma hatte auch eine Knopfphobie (am Schlimmsten: Permutt) und mein ältester Sohn fing mit etwa 3 Jahren auch an, sich vor Knöpfen zu ekeln. Dabei wusste er noch nichts von meiner Phobie. Glücklicherweise hat er eine Mutter mit Verständnis: auf einem Flohmarkt habe ich ein Hemd gefunden komplett mit Klettverschlüssen! Leider wird es nicht mehr lange passen.....

Sabine
geschrieben von Mareile, Dezember 01, 2010

...
Hallo Sabine,

ein Hemd mit Klettverschluss ... das ist ja niedlich! Also ich bin wirklich fassungslos und so froh zu wissen, wie viele Menschen diesen Knopfekel haben. Wir sind überall! Und eines Tages wird auch der Rest der Welt begreifen wie ekelhaft Knöpfe sind. Die Dinger braucht kein Mensch! Hahaha! :D Wünsche Dir alles Liebe und eine schöne Adventszeit!

Mareile
geschrieben von M., Dezember 11, 2010

...
Hallo,
Mein Sohn ekelt sich vor Knöpfen seit dem er denken kann,heute ist er 11 Jahre alt und schläft nur in Bettwäsche mit Reissverschlss.Jeansknöpfe stören ihn nicht.Hemden trägt er nur zu besonderen Anlässen,auch keine Polo-Shirts.Von der Knopffobie habe ich erst vor kurzen erfahren durch einen Zeitungsartickel.Wie er selber sagt nimmt der Ekel mit dem Alter langsam ab.
M.
geschrieben von I., Mai 04, 2011

...
Hallo,

ich habe mich als Kind auch sehr vor Knöpfen geekelt. Am schlimmsten war es in der Grundschule, als wir Kopfgesichter nähen mussten. Ich hab gar nicht verstanden, wieso die anderen Kinder ganz einfach in diesen absolut ekelhaften Topf mit Knöpfen greifen konnten.

Mitlerweile (bin 22) ist das aber fast komplett verschwunden. Bin kein Fan von Knöpfen aber kann sie anfassen und auch Kleidung mit Knöpfen tragen. Wie ich das gemacht habe? Keine Ahnung. Hab sie gemieden und ich glaube im Laufe der Jahre hat sich das einfach irgendwie verlaufen. Hab da nie jemandem von erzählt, deswegen hat damals auch keiner Rücksicht auf mich nehmen können. Vielleicht hab ich irgendwann einfach kapiert, dass die Dinger gar nicht so schlimm sind.

Also für alle Betroffenen: Nicht verzweifeln und vielleicht doch mal die Schock-Therapie versuchen ...
geschrieben von Ha, Mai 11, 2011

...
Schöner Blog!
Ich bin richtig erleichtert wenn ich hier lese, dass es vielen ja ganz genauso geht!! Normalerweise wird man ja immer nur ausgelacht, wenn man seinen Ekel äußert, wenn es überhaupt geglaubt wird, dass es sowas geben könnte.
Bin auch ganz überrascht, dass die meisten ja ziemlich das gleiche Problem haben damit, also Ekel vor Aussehen, Löchern, Bettwäsche, Polohemden und sowas.
Muss aber sagen, dass es als Kind schlimmer war als heute. Blusen gibt es trotzdem nicht im Schrank.
Würde mich nur freuen, wenn ihr weniger oft das Wort schreiben würdet. Das finde ich nämlich auch grenzwertig, früher hab ich mich sogar geweigert das zu schreiben. Widerliche Buchstabenkombination, genauso wie das Ding. Ausgesprochen hab ich es glaub ich noch nie.
geschrieben von Mareile, Mai 12, 2011

...
Hallo Ha,

hehe. Ja, da hast Du wirklich Recht! Dieses Unwort sollte aus der deutschen Sprache verbannt werden! :-) Lies doch mal meine Geschichte "Schau mir in die Knopfaugen, Kleines!" : http://www.philibuster.de/kolu...eines.html

Die wird Dir besonders aus der Seele sprechen!
geschrieben von HR-Maintower, September 01, 2011

Beitrag im HR-Fernsehen (Maintower)
Hallo,

angesichts der fehlenden Aufmerksamkeit und überhaupt das Wissen um diese Phobie, die ihr bislang gewidmet wurde, wollen wir vom Team der Maintower-Redaktion (Hessischer Rundfunk) einen Beitrag dazu drehen und sind nun auf der Suche nach freiwilligen Hessen/Hessinen, die an dieser Angst leiden!
Wir würden uns über Rückmeldungen sehr freuen, vielen Dank schon im Voraus!

Viele Grüße
geschrieben von HR-Maintower, September 01, 2011

Ergänzung zum vorigen Kommentar
... Rückmeldungen bitte an: stwinter@hr-online.de
Danke!
geschrieben von Ana, Dezember 23, 2011

...
Hallo!

Ich bin wahnsinnig erleichtert zu wissen, dass ich nicht der einzige Mensch mit dieser Phobie bin. Bisher dachte ich das und fühlte mich immer wie eine Aussätzige :-(

Ich ertrage sie mittlerweile bei anderen, aber ich selbst kann keine Kleidung mit ihnen tragen. Auch mein Sohn hat kein einziges Kleidungsstück damit, weil ich sie zumindest aus meiner privaten Umgebung verbannen wollte. Blöd nur, dass mein Mann ausschließlich Hemden trägt :-( aber irgendwie lebe ich damit. Er ist auch der erste, dem ich davon erzählt habe, nach 7 Jahren Ehe !

Wie auch immer: Ich weiß jetzt, dass ich gar nicht so unnormal bin, wie ich immer dachte :-)
geschrieben von Celina, Februar 15, 2012

Ich habe auch diese Phobie
Ich bin 12 Jahre alt und habe auch eine Knopfphobie. Die Dinger sind so ekelhaft!! Aber mit Metall oder Druckknöpfen habe ich gar keine Probleme. Nur die runden glatten Dinger mit den 2 oder 4 Löcher drinn. Wenn Ein Knopf in meiner Nähe ist, kann ich auch garnicht essen...
geschrieben von Tina, Juli 14, 2012

...
Jetzt bin ich 53 Jahre alt geworden, bin unzählige Male belächelt und ausgelacht geworden wegen meiner "Macke" und lese nun schon den ganzen Nachmittag in den verschiedensten Foren, dass ich bei Weitem nicht die Einzige damit bin. Noch nie vorher habe ich von Koumpounophobie gehört, nun lese ich Beitrag um Beitrag von Menschen, die sich ebenfalls nicht erklären können, warum sie sich vor einem für Andere so normalen Alltagsgegenstand ekeln. Besonders schlimm war es für mich als Kind, da ich mich nicht entsprechend artikulieren konnte und als schwierig und bockig eingestuft wurde. Es hat niemand verstanden, dass ich nicht essen konnte, wenn jemand am Tisch sass, der ein Oberhemd anhatte oder ich etwas anziehen musste, bei dessen Anblick mir schon schlecht wurde. Einmal habe ich die Nähkiste meiner Oma versehntlich umgeworfen und musste jeden der unaussprechlich ekligen Dinger aus allen Ecken klauben...beim Gedanken daran schüttelt es mich jetzt noch. Mittlerweile habe ich das gut in den den Griff bekommen, trage zwar selbst nichts mit Knöpfen (die mit den Löchern) aber mit meiner Umgebung kann ich umgehen. Nur Menschen mit Poloshirts werden mir nie ganz symphatisch sein...
geschrieben von Claudia, Februar 13, 2016

Boah, is mir übel.
Beim Auszug aus unserer alten Wohnung fand ich beim Wegschieben des Bettes so ein ekliges Teil. Das musste das meine Ma wegsaugen. Den Staubsauger wollte ich dann nicht mehr sehen und in das Zimmer habe ich mich nicht mehr getraut, weil der Anblick so eklich war.

Seltsamerweise fand ich als Kind das gut und mein Vater sagte, ich hätte immer "Knöpfchen gefühlt" (ih!), an der Bettdecke die Knöpfe angefasst.

Das schöne ist, ich könnte mich bei den Kommentaren über mich selbst totlachen, weil ich vieles von mir kenne. Ich bin froh, dass ich nicht allein bin.

Eklich, wenn die Leute keine Abscheu gegen diese Dinger haben, kann das Wort kaum schreiben. Und ich denke, sie sollten verboten werden - von der EU notfalls!!! ;)
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