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Deck +++ Der Phili-Vollpfosten +++ WM Tag 11 - Favoriten gesucht
Montag, 21.06.2010
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Der Phili-Vollpfosten
 

WM Tag 11 - Favoriten gesucht

Argentinien steht in Südafrika als alleiniger Favorit da, während England, Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland bislang enttäuschen. Ein Armutszeugnis für den europäischen Fußball.
Geschrieben von:   
Die WM am Kap erinnert stellenweise an Kinderfußball © Flickr Ashelia


Wenn man ehrlich ist, verläuft die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika bislang ziemlich enttäuschend. Wenige Tore, viele Fouls, unzählbare Karten – und keine Favoriten. Ob Deutschland, England, Frankreich, Portugal, Elfenbeinküste, Weltmeister Italien oder Europameister Spanien – all diese Mannschaften konnten noch nicht überzeugen. Und auch Holland und Brasilien, die zwar beide schon zwei Mal gewonnen haben, sprechen spielerisch kaum an. Während die Brasilianer unter Trainer Carlos Dunga ihr Spielsystem der letzten Jahrzehnte komplett umgekrempelt haben und nun kompakte Defensive mit effektiver Offensive paaren, ist bei den Niederländern überhaupt keine Spielkultur zu erkennen. Den typisch brasilianischen Fußball gibt es in der „Selecao“ 2010 nicht zu bewundern - keine schönen Kombination, keine Tempodribblings, keine Zaubertore. Und das, obwohl sie die technischen Mittel dazu hätten. Dunga setzt allerdings voll und ganz auf Erfolgsfußball – die Ansehnlichkeit spielt keine Rolle.

3:1 haben die Brasilianer die Elfenbeinküste am Sonntagabend geschlagen, doch sie hatten kaum mehr als fünf Torchancen. Dem 2:0 von Sevilla-Stürmer Luis Fabiano gingen zwei Handspiele voraus und zu allem Überfluss sah der 65-Millionen-Euro schwere Spielmacher Kaka von Real Madrid kurz vor Schluss nach zwei dummen Schubsern innerhalb von drei Minuten die Gelb-Rote Karte. TV-Experte Günter Netzer merkte in der Halbzeitpause des Spiels gegen die enttäuschenden Ivorer zu Recht an, dass Brasilien so mit Sicherheit nicht Weltmeister wird.

Schwache Europäer

Die Niederländer kamen in ihrem Auftaktspiel gegen Dänemark erst durch ein Eigentor auf die Siegerstraße. Dem unspektakulären 2:0-Sieg gegen Dänemark folgte ein glücklicher 1:0-Erfolg gegen Japan. Das Tor fiel erst in Halbzeit zwei nach einem Torwartfehler - in der Schlussminute hätte der Außenseiter aus Asien noch ausgleichen müssen. Europameister Spanien seinerseits unterlag trotz vieler Chancen in seinem bislang einzigen Spiel Ottmar Hitzfelds Schweizern überraschend mit 0:1.

Deutschland hingegen enttäuschte nach dem 4:0-Kantersieg gegen Australien beim 0:1 gegen Serbien. Obwohl die, nach dem Klose-Platzverweis, dezimierte Löw-Elf noch einige gute Chancen erspielte und zu guter Letzt auch noch vom Punkt scheiterte, war die Niederlage für die eigenen Ansprüchen zu wenig. Selbst die „Three Lions“ kamen in den Spielen gegen die USA und Fußball-Zwerg Algerien nicht über ein Unentschieden heraus, genauso wie Titelverteidiger Italien gegen Paraguay und Neuseeland. Beiden Teams droht nach nur zwei Punkten aus ebenso vielen Spielen das Vorrunden-Aus.

Nur bei den Franzosen geht es noch schlimmer zu: Der Nullnummer zum Auftakt gegen Uruguay folgte eine 0:2-Niederlage gegen Mexiko, womit die „Equipe Tricolore“ noch gut bedient war. Anschließend wurde Chelsea-Star Nicolas Anelka nach Hause geschickt, nachdem er in der Halbzeitpause den umstrittenen Trainer Raymond Dominech aufs Übelste beleidigt hatte. Vier Tage nach der blamablen Niederlage soll es zu Handgreiflichkeiten zwischen Kapitän Patrice Evra von Manchester United und Konditionstrainer Robert Duverne gekommen sein. Daraufhin sollen die anderen Spieler das Training verweigert haben, heißt es.

Titelfavorit Nummer 1

In beiden Spielen überzeugen, dass konnte bislang nur ein Team – Diego Maradonas Argentinier. Nach dem 1:0-Sieg im ersten Spiel gegen Nigeria, der deutlich höher hätte ausfallen können, überrollten die Gauchos im zweiten Spiel Südkorea mit 4:1 – damit sind sie bislang der erste Anwärter auf den Titelgewinn am Kap. Alle andern Favoriten konnten ihren Status bislang nicht bestätigen. Lediglich unser holländischer Nachbar und die Brasilianer sind aufgrund ihrer Effektivität im weiteren Kreis. In den kommenden Spielen geht es für die restlichen Top-Teams um die Wurst – jetzt müssen sie gewinnen – Ausreden darf es keine mehr geben. Und wer weiss, vielleicht haben wir danach sogar den ein oder anderen Favoriten mehr auf dem Zettel.

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