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Der Phili-Vollpfosten
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WM Tag 21 - Wenn die Psychologin zur Wursthaut rät |
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| Eine WM fördert immer auch Neues zu Tage – so auch das Turnier 2010. Neben den lärmenden Geräuschen der Vuvuzelas hat das Fußballvolk wieder eine Menge gelernt. |
| Geschrieben von: Timm Saalbach |
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Schland oh Schland - Deutschland im WM-Fieber © Flickr HeckMeck
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Darunter Fan-Accessoires vom Auto bis zum Hund, die Renaissance des Anti-Fans und Cristiano Ronaldos Hang zum Schlabberlook. Eine Übersicht über die Trends der Fußball-WM 2010:
Seitenspiegelfahne: Eine Weltneuheit, heißt es bei einem Google-Treffer. Ein Anbieter spricht gar vom Auto-Bikini. Neben Autofahnen – inklusive Haltevorrichtung –, den schwarz-rot-goldenen Gesichtsfarben, Halsketten in Deutschland-Optik oder den beliebten T-Shirts mit Sprüchen wie Sommermärchenfortsetzer, fällt den Marketing-Experten immer wieder Neues ein. So ist dieses Jahr auf den Straßen der Republik der Seitenspiegelschoner ein großer Renner. Der Umgang mit der heimischen Flagge scheint sich 2010 normalisiert zu haben. Erntete der in Landesfarben gehüllte Landsmann noch 2006 verwirrte Blicke – häufig durfte er sich für seinen offen zur Schau getragenen Nationalstolz rechtfertigen – so scheint dies zur WM 2010 endlich Normalität geworden zu sein. Vielleicht bringt’s unsere Multikulti-DFB-Auswahl mit sich. Doggy-Style: Vom neuen Stolz im Umgang mit dem Banner profitiert nicht nur der Mensch und sein blechernes Gefährt in den vielfältigsten Variationen, sondern auch der vierbeinige Freund. Immer öfter sehen wir ihn in Landesfarben gehüllt, durch Fußgängerzonen wackeln. Ob er weiß, wie ihm geschieht? Egal – erlaubt ist, was Stimmung macht. Ein stinklangweiliges Brasilien: Stimmung ist ein gutes Stichwort. Für Gute-Laune-Fußball waren bisher immer die Herrschaften von der Copa Cabana zuständig, für Brillanz und Ideen, für den Zauber am Ball. Nicht viel geblieben 2010, eher Ergebnisfußball ohne Geistesblitze, Verwaltung ohne Innovation, Fußball für eingeschlafene Füße. Die mehrfach gestellte Frage nach demjenigen, der die kanariengelben Südamerikaner stoppen soll, ist durchaus berechtigt. Das Champions-League-Sieger-Trio Lúcio, Júlio César und Maicon scheint kaum zu überwinden, einer dieser Künstler a. D. wird schon einen lichten Moment haben und wenn gar nichts mehr geht, nimmt der Brasilianer eben die Hand. Schön anzuschauen ist die Darbietung des Rekordweltmeisters beileibe nicht. Dafür kickt der Deutsche zauberhaft! Der Anti-Fan: Nicht ganz neu, aber doch immer wieder erstaunlich, ist die Tatsache, dass es auch den Anti-Fan gibt. Sicher ist er an Fußball interessiert, vielleicht sogar mehr als viele Public Viewer, die sich von der Euphorie mitreisen lassen. Der Anti-Fan jedoch zeichnet sich eher dadurch aus, dass er nicht „für“ sondern „gegen“ jubelt. Bevorzugte Opfer sind der gemeine Italiener und natürlich unsere Nachbarn aus Holland. Diese marschieren zwar respektabel durchs Turnier, werden dafür aber wohl niemals die rechte Anerkennung finden. Lustiges Beruferaten: Eine WM ist immer auch ein Fall für lustige Ideen aus der Medienwelt. Ob ein nasebohrender Jogi Löw oder ein freudig erregter Günter Netzer, Youtube-Schnipsel bieten häufig Anlass zur Zwischendurch-Belustigung. Die Online-Kollegen der SZ etwa bieten eher boulevardesk veranlagten Lesern ein Quiz in dem sie die Nebentätigkeiten unserer Spielerfrauen abfragen. Tim Wieses Freundin ist übrigens Psychologin. Wer hätte das gedacht? Trikot-Wurtspelle: Zumindest stehen die Teams in einheitlichen Farben und Designs ihrer Spielkleidung auf dem Platz. Vom Schnitt der Leibchen kann man das bei der WM 2010 allerdings nicht behaupten. So kämpft schon mal ein lässig schlabberndes Trikot – wie man es aus früheren Turnieren kennt – gegen einen hauteng anliegenden Strampelanzug. Scheint so, als würde damit der jeweiligen Extrovertiertheit der Spieler Rechnung getragen. Komisch nur, dass Cristiano Ronaldo den Schlabberlook bevorzugt. Kommentare zu diesem Artikel:
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