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Der Phili-Vollpfosten
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WM Tag 24 - Die neuen Brasilianer |
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| Deutschland erreicht das WM-Halbfinale – und das mit ganz großem Sport. Waren Siege der DFB-Auswahl früher häufig umkämpft und wirkten durch harte Wertarbeit erzwungen, regiert in Südafrika die Leichtigkeit des Seins. |
| Geschrieben von: Timm Saalbach |
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Siegestaumel in der Hauptstadt © Flickr SpreePiX - Berlin
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Euphorie pur! Fanmeilen werden zu Begegnungsstätten eines stolzen Volkes. Losgelöst von unterdrücktem Nationalgefühl, selbstbewusst und befreit feiert sich Deutschland in einen Rauschzustand. Dabei liegen sich Menschen unterschiedlichster Herkunft in den Armen, wie keine andere Sportart hat Fußball die Macht, Menschen zu vereinen. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel fliegt ans Kap, versucht von der neuen Leichtigkeit zu profitieren und die Schwierigkeiten ihrer Politik zumindest für ein paar Tage vergessen zu machen. Grund für die geschwellte Brust ist nicht allein der Einzug ins Halbfinale, vielmehr ist es die Art und Weise, wie Özil, Müller und Co. durch das Turnier tanzen. Fußballzauber aus der Ferne Selten hat man eine so eine unbeschwerte Mannschaft gesehen. Akribie in der Vorbereitung, genauestes Analysieren von Stärken und Schwächen des Gegners – die Handschrift des Gespanns um Jogi Löw – paart sich 2010 mit zauberhaftem Kombinationsspiel, mit einer neuen, nie dagewesenen Spielkultur, mit Spaßfußball aus anderen Sphären. „Unglaublich, unfassbar, Wahnsinn“, war gestern im ganzen Land zu vernehmen. Bibberten sich die Fans und ihre euphorisierte Gefolgschaft meist angespannt durch frühere Turniere, können es die Massen vor den Mattscheiben heute kaum glauben, was ihnen da aus der Ferne kredenzt wird. Entzückt, entrückt von herkömmlichem Kampfsport, brasilianert sich die deutsche Elf zum Showdown gegen Spanien. Und nicht nur sportlich findet Deutschland derzeit anders statt als gekannt: Miroslav Klose etwa, nicht unbedingt ein Meister der gekonnten Formulierung, trat heute locker, lässig und befreit vor die versammelte Presse und brachte diese mehrfach zum Schmunzeln. Und dies nicht nur als er bekannt gab, er schlage auch deshalb Saltos, weil es sich die Fans auf seiner Homepage wünschen. Hier noch ein paar Eindrücke von der Münchner Leopoldstraße: Kommentare zu diesem Artikel:
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Grüße
Christian