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Deck +++ Videos +++ Die alternative Neujahrsansprache
Freitag, 31.12.2010 Kommentare (1)
 
Weekender Woche 52
 

Die alternative Neujahrsansprache

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Genossinnen und Genossen, es folgen einige Worte zum neuen Jahr, die die Kanzlerin so nie in den Mund genommen hätte.
Geschrieben von:   
Wohlstand für alle, oder Angela? © Philibuster


Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien für das Jahr 2011 Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlstand. Das ist zwar nicht besonders kreativ, und zudem liegt fast schon auf der Hand, dass das für die meisten im nächsten Jahr wieder nicht mal im Ansatz hinhauen wird, aber der gute Wille zählt. Wären wir richtig lustig, würden wir auch noch einen stabilen Euro herbeiwünschen, doch auch wir wissen, dass es wichtig ist, sich mit dem zufrieden zu geben, was man hat. Das ist schließlich das Markenzeichen Europas: Weniger ist weniger.

Bereits zum ersten Mal dürfen wir Ihnen unsere Wünsche zum Silvesterabend überbringen. Das freut uns sehr. Weil wir wissen, dass heute ein Silvesterabend wie jeder andere ist, dekoriert mit dem feinen Zwang des Pathos. Das bedeutet, dass auch wir selbstverständlich der allseits bekannten Forcierung nachkommen, auf irgendetwas zurückzublicken, dass an den restlichen 364 Tagen im Jahr 2010 auch nicht viel spektakulärer war – jedoch gepaart mit dem Irrglauben, im nächsten Jahr (also im buchstäblichen Sinne: ab morgen) würde sich irgendetwas massiv verändern. Aber wenigstens darf sich jeder, dem es danach gelüstet, bei dieser Kopfarbeit auch gehörig einen hinter die Binde kippen, und das finden wir schön.

Die Zukunft ist offen

Solidarität ist immer ein wichtiges Stichwort. Da sind wir der Meinung, dass die Forderung nach alteuropäischem Zeug wie Ehre, Disziplin und Loyalität einem größeren Gebilde gegenüber nicht das Ratsamste ist – vor allem, wenn bis dato noch nicht mal zwanzigprozentig definiert wurde, wer und was zu diesem Gebilde gehört. Menschen, die im letzten Jahr oft etwas besser machen wollten, mussten sich nicht selten sagen: „Geht nicht gibt`s auch, ich habe zwar Ideen und den Mut, sie umzusetzen, aber irgendwie klappt das alles nicht. Keiner will meinen Beitrag zu mehr Wohlergehen und Wohlstand und Solidarität haben.“ Deswegen möchten wir dazu aufrufen, an diesem heutigen Abend inne zu halten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen: „Deutschland schafft sich ab“ ins Altpapier, Plastiksektkorken und leere Chipstüten in den gelben Sack. Darüber hinaus das Wort „Integration“ und „Migrant“ bitte ins Staubfach legen – das ist zwar ein Einschnitt, aber auch eine Chance für das Land.

Ansonsten haben wir auch in diesem Jahr wieder erfahren, was unmöglich ist. Fußballweltmeister werden zum Beispiel, oder eine vernünftige Hartz-IV-Reform auf die Reihe zu kriegen. Aber letzten Endes wissen wir ja, dass es uns egal sein muss, wen wir auf unserem erfolgreichen Weg nach unten treten müssen. Vergessen wir also nicht: Die Zukunft ist weit offen, und vielleicht hängt sie uns alle ab.

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