Philibuster Weekender - Der Wochenrückblick (KW22)

Erstellt von: Mimi Ansorge Tagged in: Wochenrückblick , Philibuster

The Nominees in KW 22: Gegner von Facebook rufen den "Quit Facebook Day" aus, Steve Jobs steht seinen Kritikern Rede und Antwort, Zensursula soll auf keinen Fall Bundespräsidentin werden, der erste Web-Feiertag steht noch immer aus und ach ja: die Sonne ist endlich wieder zurück!

Montag:
Quit Facebook Day

Nach Mark Zuckerbergs Datenschutz-Kapriolen, wurde von zwei Kanadiern zum internationalen "Quit Facebook Day" aufgerufen. Passend zur Aktion gab es eine eigens dafür bereitgestellte Webseite, mit jeder Menge nützlicher Tipps wie die Mitgliedschaft im Social Network ordnungsgemäß zu kündigen ist. Rund 34.000 Facebook-Mitglieder hatten sich für den kollektiven Auss registriert und wollten mit ihrem Austritt ein Zeichen gegen Facebook und die laxen Privatsphäre-Bestimmungen setzen. Im Vergleich zu den über 400 Millionen aktiven Nutzern, dürfte die Aktion aber wohl kaum jemanden in Palo Alto interessiert haben. Ein Zeichen hingegen setzte Aussteiger Horst Köhler: der ist Montag aus der Regierung ausgetreten und hat sein Amt als Bundespräsident niedergelegt.

Dienstag: D8-Konferenz: Steve Jobs im Interview

Auf der diesjährigen D: All Things Digital-Konferenz (D 8) stellte sich Apple CEO Steve Jobs den Fragen, die schon seit Wochen um das Unternehmen kursieren. Mal mehr, mal weniger offen äußerte er sich zu den Themen Flash, Google, Android und ach so, und natürlich der Gizmodo-Geschichte und den verlorenen iPhone-4G-Prototypen. Besonders knapp wurde seine Antwort, als es um den iPhone-Hersteller Foxconn ging, das Unternehmen brachte Apple in den letzten Wochen reihenweise Negativschlagzeilen ein. Grund dafür ist die steigende Selbstmordrate unter Mitarbeitern, die auf die schlechten Arbeitsbedingungen in der chinesischen Produktionsstätte zurückgeführt wird. „Das belastet uns sehr, deshalb haben wir Leute von uns als auch unabhängige Beobachter, die sich die Sache vor Ort genauer untersuchen.“

Mittwoch: Zensursula for President

Nachdem sich Mittwoch die Gerüchte verdichteten, dass Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für das Bundespräsidentenamt aufgestellt werden soll, lief die Netzgemeinde Sturm. Prompt wurde eine Facebook-Seite eingerichtet: Zensursula - Not My President! (Knapp 24.000 Leuten gefällt das) Ihren Spitznamen Zensursula bekam die ehemalige Familienministerin, indem sie sich im vergangen Jahr für ein Gesetz gegen kinderpornagraphische Inhalte im Netz stark machte. Gegner kritisierten das Sperrgesetz, da es seinem Zweck weder technisch noch rechtlich ausreichend nachkomme und befürchteten, den ersten Schritt hin zu einer staatlichen Internet-Zensur.

Donnerstag: Internet-Feiertag

Feiertag in Bayern, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland. Das Internet hat heute bundeslandweise geschlossen. Wann kommt eigentlich der erste Netz-Feiertag?

Freitag: Da isser, der Sommer

Krispy Kreme und Dunkin' Donuts rufen den National Donut Day aus und verteilen kostenlos die süßen Kalorienbomben, Hoch „Urs“ bringt ENDLICH die Sonne zurück, BP gehen die Erklärungen aus, Paul McCartney erhält den Gershwin-Preis für sein Lebenswerk, die CDU stellt Christian Wullf als Kandidaten für das Amt als Bundespräsident auf - die SPD kontert überraschenderweise mit Joachim Gauck. Es wird spannend, wir bleiben dran. Genießt das Wochenende!

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