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Nacktscanner
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| FKK am Flughafen | ||||||||||
| Geschrieben von: Britta Weddeling | |||
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W enn wir es recht überdenken“, heißt es bei Heinrich Heine, „so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.“ Eine Binse, sollte man meinen, und gar untypisch für den großen Dichter der Romantik. Aber genau darüber gibt es derzeit Streit auf höchster politischer Ebene: wie viel Nacktheit wir zeigen wollen und dürfen in Nacktscannern auf deutschen Flughäfen.Wo ist das Problem? Innenminister Thomas de Maizière begrüßt die elektronische Leibesvisitation. Er versicherte der „Süddeutschen Zeitung“ sogar, sich unter Umständen und zu Demonstrationszwecken selbst durchleuchten zu lassen. „Wenn das ein reguläres Kontrollgerät ist, das für jedermann zumutbar ist“, so de Maizière, „ist es dies selbstverständlich auch für den Minister.“ Datenschützer finden die Idee, Flugreisende in der Sicherheitsschleuse mal so richtig unter die Lupe zu nehmen, weniger gut. Er habe bisher noch kein Nacktscanner-Gerät gesehen, dass die Persönlichkeitsrechte wahre, bemängelte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar in der "Frankfurter Rundschau". Die Mehrheit der Deutschen hingegen hat keinerlei Entblätterungs-Hemmungen. 63 Prozent der Bundesbürger würden laut aktueller Umfrage den Einsatz von Nacktscannern an deutschen Flughäfen befürworten. Kein Wunder. Deutsche sind gerne nackt. Sieben Millionen entblößen sich regelmäßig und bei entsprechender Witterung, meldet der Deutsche Verband für Freikörperkultur (DFK). FKK-Krieg an der Ostsee Und beim Recht auf Nacktsein versteht der Deutsche keinen Spaß und riskiert hochdiplomatische Verwicklungen. Vergangenen Sommer kam es an der Ostsee zu einem regelrechten FKK-Krieg zwischen Polen und Deutschen. Während sich der freizügige deutsche Urlauber mit blankem Po und entblößten Brüsten im deutschen Ostseebad Ahlbeck räkelte, riefen die Polen am Strand des nur wenige Meter entfernten Swinemünde pikiert: Skandal. Hintergrund: Seit Aufhebung der Schengen-Grenze im Dezember 2007 steht der schmale Grenz-Zaun nicht mehr. Die Polen waren der nackten Meute schutzlos ausgeliefert. Prüde Politiker Doch: Anders als die freizügigen Bundesdeutschen haben die Politiker offensichtlich Vorbehalte, nackte Tatsachen zu schaffen. Weil in der Abgeordneten-Sauna immer tote Hose war, hat die Bundestagsverwaltung jetzt den 3,30 mal 4,90 Meter großen Schwitzraum im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus abgeschafft. Die Sauna muss bis 2012 einem Politiker-Klo weichen. Der Grund: Seit der Erbauung 2003 wurde die Schwitzbunde nur an 195 Tagen betrieben und von gerade mal 185 Saunagängern genutzt. Ob Thomas de Maizière unter den wenigen Besuchern war, ist nicht bekannt. Kommentar schreiben:
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