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Deck +++ Alte Welt +++ Völlig unterschätzte Dimensionen
Donnerstag, 01.12.2011
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Kommentare (22) Drucken
 
Integrationsverweigerung
 

Völlig unterschätzte Dimensionen

Schluß mit lustig! Prof. Dr. Phil. Dipl. Söz. Sesperado beantwortet alle offenen Fragen zum Thema "Integrationsverweigerung" - neutral, wissenschaftlich, unrasiert!
Geschrieben von: Mutlu Ergün   
Prof. Dr. Phil. Dipl. Söz. Sesperado © Mutlu Ergün


Bei dem folgenden Text handelt es sich um einen höchstwissenschaftlichen Vortrag von Prof. Dr. Phil. Dipl. Söz. Sesperado vom Berliner Institut für Lyrische Guerilla und Insurrektion (kurz BILGI):
 
Sehr geehrte Damen und Herren und diejenigen, die sich nicht entscheiden wollen,
 
Ich begrüße Sie ganz herzlich zu meinem heutigen Vortrag zum Thema Integrationsverweigerung
 
Ich weiß, dass es sich bei hierbei um einen äußerst emotionalen Gesprächsgegenstand handelt. Aber ich möchte ganz sachlich, wissenschaftlich und neutral mit dieser Thematik umgehen. Vor kurzem wurde eine Studie von dem Berliner Institut für Lyrische Guerilla und Insurrektion (kurz BILGI) zu diesem Themenfeld veröffentlicht, die zu einem erschreckenden Ergebnis kam: Millionen von Weißen Deutschen verweigern die Integration in eine pluralistische Gesellschaft. Noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Kluft so groß zwischen jenen, die für eine pluralistische, demokratische und moderne Gesellschaft stehen, und jenen, die sich sehr schwer damit tun, sich an jene Werte anzupassen, die es ALLEN Gruppen erlauben, vollständig an der Gesellschaft zu partizipieren und dabei gleichzeitig ihre verschiedenen Identitäten beibehalten zu können.
 
Um Sie etwas tiefer in diese Thematik einzuführen, möchte ich Ihnen einige der Statistiken der BILGI-Studie näherbringen: 99,8% aller rassistischen Straftaten in Deutschland wurden von Weißen Deutschen begangen. 99,8% – das ist wirkliche eine erschreckende und ungeheuerliche Zahl. In 97% aller Vorfälle, in denen Menschen eine Wohnung aufgrund ihrer Kultur, Hautfarbe oder Religion verweigert wurde, waren die Vermieter_innen Weiß. In 95% aller Vorfälle, in denen Menschen ein Arbeitsplatz aufgrund ihrer Kultur, Sexualität, Gender, Hautfarbe, disability oder Religion verweigert wurde, waren die Arbeitgeber_innen Weiß, männlich, heterosexuell, christlich-säkular und ohne disability. In den 95% aller Vorfälle, in denen Frauen 25% weniger als ihre männlichen Kollegen für die gleiche Arbeit verdienten, waren die Arbeitgeber_innen männlich – und meistens Weiß. Und in 87% der Vorfälle, in denen Schüler_innen aufgrund ihrer angenommenen, sozial konstruierten rassischen Zugehörigkeit der Zugang zu einer Ausbildung verwehrt wurde, war das Lehrpersonal – Sie werden es bereits ahnen – Weiß.
 
Nun, meine Damen und Herren und diejenigen, die sich nicht entscheiden wollen, woran kann das liegen? Was sind die Beweggründe solch einer großen Zahl Weißer Deutscher, die Integration in eine pluralistische Gesellschaft zu verweigern? Liegt es an der Kultur? An der Religion? Oder möglicherweise gar an und in den Genen?
 
Nun befassen wir uns doch einmal hier an dieser Stelle mit der Weißen-Deutschen Kultur und der christlichen Religion. Die Weiße christliche Kultur ist ein ganz wesentlicher Faktor, der es Weißen Deutschen so schwierig macht, sich in einer pluralistischen Gesellschaft einzufinden. Auch wenn Weiße Deutsche sehr gerne von sich selbst sagen, säkular zu sein, sollten wir uns nicht von diesen Behauptungen täuschen lassen. Der große Aufwand, der während der christlichen Weihnachtszeit betrieben wird, ist zum Beispiel ein Indikator, dass christliche Traditionen immer noch stark in der Weißen christlichen Gesellschaft lebendig sind. Von daher ist es auch wichtig, einen Blick in die Bibel zu werfen, jenes Buch, welches die Weiße christliche Kultur so grundlegend geprägt hat und dessen – meist fundamentalistische – Auslegung den Okzident in vielen sozio-kulturellen und sozio-politischen Bereichen geformt hat.
 
Folgendes Zitat aus der Bibel veranschaulicht, wie sich diese Prägung auf das Weiße christlich-patriarchale Denken ausgewirkt hat: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Johannes 14,6 ) In diesem kurzen Zitat steckt so unglaublich viel, zeigen sich so viele Facetten des okzidentalen Denkens. Zunächst einmal lässt sich hier ein ein totalitärer Wahrheitsanspruch ableiten. „Nur Jesus ist die Wahrheit und der Weg.“ Dieser totalitäre Wahrheitsanspruch in der christlichen Religion steht in direkter Kontinuität zu totalitären Ideologien, die einen so großen Anklang bei weiten Teilen der Weißen-Deutschen Community finden. Es gibt nur den EINEN Weg, es darf keine anderen Wege geben, daher lehnen wir andere Wege ab oder zerstören sie sogar.
 
Gleichzeitig lassen sich an diesem Beispiel auch die patriarchalen Strukturen, die oft mit der Weißen-Deutschen Kultur einhergehen, erklären: „Denn der Weg führt zum Vater“ – also nicht zur Mutter oder zum Transgender Elternteil. Bringen wir nun diese prägenden Zeilen aus der Bibel in Zusammenhang mit der aggressiven kolonialen Expansion – die ja oft durch christliche Missionen angetrieben wurde –, so wird deutlich, wie viel Gewaltpotential in der christlichen Religion steckt. Viel Leid, Tod und Terrorismus wurden im Namen Jesu gerechtfertigt: Landraub, Zerstörung verschiedener Kulturen, Völkermord, (selbst im Nationalsozialismus hat die Kirche nicht einmal passiven Widerstand geleistet, viele Christen sympathisierten mit dem Exzess eines nach Rasse strukturierten Staates). Wir stellen fest, dass der Weißen Deutschen Kultur jene Werte einfach fehlen, die sie befähigen würden, ihre barbarische Vergangenheit zu überwinden und jene modernen und zivilisierten Werte einer pluralistischen, emanzipierten Gesellschaft anzunehmen.
 
Nun, gibt es ja auch einige Wissenschaftler_innen, die behaupten, dass die Gene ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Da gab es zum Beispiel einen Ökonomen, der glaubte, eine Relation zwischen Intelligenz und Vererbung herstellen zu können. Wie nun ein Ökonom zu einem sozialwissenschaftlichen Diskurs beitragen kann, ist eine ganz andere Frage. Als Sozialwissenschaftler würde ich mich zum Beispiel nicht trauen in Diskursen über Spülmittel Expertenwissen zu beanspruchen. Aber, es gibt durch aus auch Forscher_innen, die glauben, dass Weiße Deutsche eine genetische Disposition für die Ausübung von Genoziden, also eine genetische Veranlagung zu Völkermorden, haben. Von solchen Thesen, würde ich mich persönlich allerdings distanzieren, solche Theorien halte ich für leicht bis mittelschwer übertrieben. Gleichzeitig sollten wir uns nicht von solchen Aussagen Weißer Deutscher Christen in die Irre führen, die da behaupten, sie seien doch säkular oder hätten mit Religion gar nichts zu tun: Die regierende Partei in Weiß-Deutschland ist die Christlich Demokratische Union. Mit anderen Worten: Der Säkularismus, die Trennung von Religion und Staat ist in Weiß-Deutschland gescheitert. Das Christentum ist immer noch ein wichtiger Antrieb, sich modernen, zivilisierten, pluralistischen Werten zu verweigern. Aber ich möchte auch, dass Sie wissen: Ich habe nichts gegen Weiße Deutsche per se. Ich bin sogar ein großer Verehrer wichtiger Vertreter_innen der Weißen-Deutschen Kultur, wie zum Beispiel Tony Marshall oder Rex Gildo. Von daher, verstehen Sie mich nicht falsch, und wenn Sie mich doch falsch verstehen, dann seien Sie sicher, es war nicht so gemeint. Was ich hier darstelle, ist keine Meinung, sondern es sind nur Fakten. FAK-TEN.
 
Eine weitere Form, durch die sich Weiße Deutsche ihrer Verantwortung in einer pluralistischen Gesellschaft entziehen, ist ihre, ich möchte es mal Vernarrtheit in Mythen nennen. Die Mehrheit der Weißen Deutschen gibt sich dem Mythos hin, bereits in einer demokratischen Gesellschaft angekommen zu sein. Man glaubt, Diskriminierung gehöre der Vergangenheit an; Homophobie, Rassismus, Sexismus, Klassismus, Transphobie, Antisemitismus, Antizyganismus, Diskriminierung von disabled Leuten etc. wären überwunden. Manchmal wird gar eine Vergangenheit zusammengedichtet, welche annimmt, Weiße Deutsche Kultur sei Teil einer langen aufklärerischen Tradition. Jedoch ist bereits von vielen Forscher_innen dieser Mythos widerlegt worden; eine Dialektik der Aufklärung ist an weiten Teilen der Weißen Deutschen Community vorübergegangen. Hätte eine echte Hinwendung zu pluralistischen Werten stattgefunden, dann wären die Statistiken des Berliner Institutes für Lyrische Guerilla und Insurrektion nicht zu diesem erschreckenden Ergebnis gekommen.
 
In einem kurzen Absatz soll aber hier auch noch das Thema der Weiße-Deutschenfeindlichkeit, also jene Diskriminierungserfahrung, der Weiße Deutsche ausgesetzt sind, angeschnitten werden. Die Weiße-Deutschenfeindlichkeit ist ein marginales Thema, das am Rande der Gesellschaft stattfindet und nicht aus der Mitte einer pluralistischen Gesellschaft kommt. Allerdings ist es wichtig, jene Deutschen of Color, die Weiße-deutschenfeindliche Tendenzen haben, mit aufwendigen Programmen wieder in die Gesellschaft zurückzuholen, ihre Anliegen und Sorgen zu verstehen. Und jene wenigen, die von Weiße-Deutschenfeindlichkeit betroffen sind, können sich ja in Selbsthilfegruppen organisieren. Diese wenigen, irregeleiteten Deutschen of Color könnten aber auch ein Indikator dafür sein, dass sie sich in jene Teile der Weißen Deutschen Kultur integriert haben, welche die pluralistischen Werte unserer Gesellschaft ablehnen.
 
Fassen wir zusammen: Millionen von Weißen Deutschen verweigern die Integration in eine pluralistische Gesellschaft, durch eine christlich geprägte Kultur tendieren Weiße Deutsche überproportional dazu, als soziale Akteur_innen in pluralistischen Räumen diskriminierend zu agieren.
 
Es stellt sich natürlich die Frage: Was tun? Sollen Weiße Deutsche, die sich der Integration in eine pluralistische Gesellschaft verweigern, ausbürgert werden, wenn sie verhaltensauffällig werden? Davon halte ich nicht viel. Gleichzeitig, halte ich es in besonders schweren Fällen für denkbar, Wiederholungstäter nach Bielefeld abzuschieben. Aber ich halte es auch für wichtig, jene passiven Teile der Weißen Deutschen Community, die sich der Integration verweigern, massiv durch Bildung und Erziehung, aber auch durch eine strenge Überwachung anti-pluralistischer Vorfälle, pluralistische Werte näher zu bringen. Noch wichtiger, jedoch in meinen Augen ist es, dass Deutsche of Color (und damit sind NICHT nur diejenigen gemeint, die einen Deutschen Pass haben, sondern auch die, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben oder hier sozialisiert sind) und jene Gruppen, die anti-pluralistisches Verhalten erfahren, ihr Schweigen brechen, anti-pluralistisches Verhalten bereits im Keim ersticken und keine falsche Toleranz gegenüber Integrationsverweigerern zu zeigen.
 
Viel Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
 
 
Mutlu Ergün studiert an der London School of Economics Soziologie und lebt derzeit als Autor, Pädagoge, Sozialforscher und Performer in Berlin. Seit 2001 ist Ergün Mitglied beim anti-rassistischen Verein Phoenix e.V. und dort als White-Awareness und Empowerment-Trainer tätig. Ergün organisierte zusammen mit Deniz Utlu zwischen 2004 und 2006 die Lesereihe „tausend worte tief“, die Autor_innen und Musiker_innen of Color eine Plattform für ihre Kunst bot. Seit 2010 ist er auch Mitherausgeber für Edition insurrection notes des Unrast Verlags, wo Autor_innen of Color ihre Prosatexte veröffentlichen können. Er arbeitet seit 2004 als Redakteur beim Kultur- & Gesellschaftsmagazin freitext. Zusammen mit Noah Sow entwickelte er die anti-rassistische politische Satire „Edutainment-Attacke!, für die er bisweilen in Deutschland performt. Im Mai 2010 erschien sein Buch „Kara Günlük – Die geheimen Tagebücher des Sesperado". Mutlu Ergün twittert unter @sesperado. Der Text „Integrationsverweigerung“ hatte zum freitext-Launch während der Vibrationshintergrund-Lesereihe beim Almanci-Festival des Ballhaus Naunynstrasse seine Premiere.
 
Kommentare zu diesem Artikel:
So ein Unsinn, wenig bewertet [Anzeigen]
geschrieben von Nadia, Dezember 01, 2011

Nachhilfe
Dazu der epic-epicness Kurzdialog an anderer Stelle zum Text:

LeserIn: "ein oberflächlicher, unlogischer Schmarrn ist das!!!"
Mutlu: "genau, und den kriegen wir die ganze zeit zu hören."


geschrieben von einem Gutmensch, Dezember 01, 2011

"Graue Wölfe" -tse!
"Graue Wölfe" scheint das neue Totschlagargument von rechten im Netz zu sein. "Jaja, laberlaber, aber kein Wort über die Graune Wölfe" - so und ähnlich liest man neuerdings immer wieder mal - als hilflosen Versuch, Diskussionen in diesem Zusammenhang auf die "rechte" Spur zu bringen.
geschrieben von Marko Pfingsttag, Dezember 01, 2011

Runde 3
@gehtunsnixan: Merkste was ?! Weder Sarrazin noch Frau Schröder (ehem. Köhler - oder andersrum, ist bei der auch egal) können und wollen mit Prozentzahlen umgehen. So, und jetzt mach's wie ich, lies den Text zwei weitere Male - bis es Zack-Peng macht ! (-:
geschrieben von fredchen, Dezember 01, 2011

...
wenn ich als weißer, kritik an diesen ausführungen habe, wird mir das vielleicht als schutzmechanismus der eigenen ignoranz ausgelegt, aber trotzdem kann ich ein paar punkten hier nicht folgen und würde ihnen wiedersprechen: "Wir stellen fest, dass der Weißen Deutschen Kultur jene Werte einfach fehlen, die sie befähigen würden, ihre barbarische Vergangenheit zu überwinden und jene modernen und zivilisierten Werte einer pluralistischen, emanzipierten Gesellschaft anzunehmen." und das auf der argumentativen Basis EINES (zudem allgemein recht unbekanntem) zitates aus der bibel? was ist mit den zitaten über nächstenliebe? wären die, wenn man der argumentation folgt, nicht wiederrum ein beleg für das gegenteil? auch das kommerz-fest weihnachten als dokumentation der religiösen verbundenheit von weißen zum christentum zu definieren, scheint mir ein wenig weit hergeholt. die religiöse dimension an feiertagen wie ostern oder weihnachten ist doch eher rückläufig. auch der hinweis, das der christliche weg zum vater führt und nicht zum transgender elternteil kann doch nicht ernstgemeint sein; woher sollten die verfasser der bibel solch einen begriff kennen? würde mich freuen, wenn sich jemand dazu äußern kann, vielleicht steh ich ja auch nur aufm schlauch. danke
geschrieben von schwarz, Dezember 01, 2011

SCHLIMMM!!!111
schon schlimm, dass in D so viele WEISSE leben.
geschrieben von Guerisso, Dezember 01, 2011

Denk mal drüber nach
Ich würde jetzt nicht alles als bierernst ansehen. Seht den Text als Antithese zu den Hassbotschaften, die über Ausländer, Moslems und beliebige andere Randgruppen verbreitet werden. Das ist mal ein anderer Blickwinkel nach dem Motto: prüft mal eure Argumente. Ausländer sind kriminell? -> zweifelhafte Moral der Weißen. Islam predigt Hass? -> Bibel. Wenn auffällt, dass in der Bibel auch von Nächstenliebe geredet wird, warum fällt das gleiche nicht beim Koran auf? Wenn man überhaupt weiß, was da irgendwo drinsteht als Nichtmoslem, dann hat man irgendwo was aus der BILD oder durch Gerüchte aufgeschnappt. Denkt mal über euren Standpunkt nach. Was die Prozentzahlen betrifft: wer kann sowas als Rezipient überprüfen? Man nimmt immer die Statistiken für voll, denen man auch Glauben schenken möchte. Insgesamt gefällt mir sein Schreibstil, die These von den Integrationsunwilligen Weißen ist provokant, was auch nötig ist damit heutzutage so eine Meinung Beachtung findet.
geschrieben von Kinch, Dezember 01, 2011

...
Ich kann nicht nachvollziehen, dass tatsächlich so viele Kommentatoren hier, die Intention des Textes nicht verstehen; dabei ist das von der erste Zeile an, offensichtlich.

Ich finde den Text witzig und originell und habe ihn sehr gerne gelesen. (Das hat mich überrascht, weil ich ehrlich gesagt, noch einen dieser Frust-Beiträge, der eine persönliche Aversion gegen weiße, nicht-behinderten, heterosexuellen CIS-Männer kanalisiert, erwartet habe, als ich von Nadine Lantzschs Blog hierauf stieß.) Mein persönliches Highlight war ja die Spitze gegen Sarrazin; aber das liegt vielleicht an meiner persönlichen Aversion gegen diesen Eugeniker.
geschrieben von Heidi, Dezember 02, 2011

...
DANKE! Für diesen wunderbaren Text. Ich freue mich schon darauf, aus ihm - bei nächster Gelegenheit - zu zitieren.
geschrieben von Chrizzo, Dezember 02, 2011

"Deutsch micht nicht voll!" (Kanack Attak)
Sehr guter Text!! Genau so ein Text braucht es, nach täglichen rassistischen gebrabbel über "Integration" "Leitkultur" und "MigrantInnen" !!!

Vieleicht könnten Sie, Prof. Dr. Phil. Dipl. Söz. Sesperado Kontakt mit der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder (CDU) aufzunehem, die könnte ihr Know how gut gebrauchen, außerdem hat sie ja grad etwas Streit mit den Wissenschaftlter_innen ihres Ministerium ; - )

Solidarische Grüße aus dem Norden!
geschrieben von kiturak, Dezember 02, 2011

Ideologie unterm Tannenbaum. Weihnachtsmärkte, und was sie uns wirklich über das Christentum verraten
Diese erschreckenden Statistiken können von den üblichen Spülmittel-Expert_innen nicht mehr einfach Weiß-gewaschen werden. Lebkuchen, Glühwein und "Nikoläuse" sind als klares Bekenntnis zu einer fundamentalistischen Auslegung des christlichen Glaubens in öffentlichen Räumen und verantwortlichen Positionen (Schulen! Beamte!) inakzeptabel!
geschrieben von Grüffelo, Dezember 02, 2011

Hi ist das lustig
Weil 99,7% der Deutschen Deutsche sind, wir gerne Weihnachten feiern und einem falsch verstanden Bibel 2 Zeiler (es geht nicht um den Vater des Gläubigen sondern um Jesus Vater, Gott, und der ist männlich: „Vater unser, der du bist im Himmel …“) sind alle Deutsche, auch die Atheisten, Rassisten und werden ausgewiesen. Spätestens als alle nach Bielefeld abgeschoben werden sollten, war mir klar: klasse Satire.
geschrieben von fightwhitepride, Dezember 02, 2011

wake up
Es geht nicht darum, den Text auf seine innere Logik hin zu überprüfen und die Thesen ernst zu nehmen und auf ihren 'Wahrheitsgehalt' zu überprüfen. Was uns Weißen dabei auffallen soll, ist, dass wir genau solchem Geschwätz tagtäglich Glauben schenken, wenn Bilder von 'fundamentalistischen Islamisten' und 'unterdrückten kopftuchtragenden Frauen' o.ä. produziert werden! Die Annahme alle Schwarzen die im Park rumhängen würden dealen, OBWOHL es ja ein paar wenige Ausnahmen gibt, wird einfach mal umgekehrt in 'alle weißen Wohnungsvermieter sind rassistisch', OBWOHL es da natürlich auch Ausnahmen gibt... und plötzlich kommt uns diese Argumentation völlig absurd vor... sowas aber auch! Es wäre natürlich schön eines Tages endlich all diese Vorurteile überwunden zu haben, damit solche Texte nicht mehr nötig sind, um weiße Menschen endlich wachzurütteln!
geschrieben von Grüffelo, Dezember 02, 2011

Umerziehungslager
@fightwhitepride
Natürlich könnte ein bisschen mehr Toleranz nicht schaden. Gilt wohl auch für alle anderen Länder. Ob so ein Text mit schräger Argumentation die Menschen zum Nachdenken anregt ist zweifelhaft. Auch ist die Vorstellung eines Umerziehungslagers „massiv durch Bildung und Erziehung“ mit Blockwartkontrolle „strenge Überwachung anti-pluralistischer Vorfälle” nach Mao Zedong eher düster.
geschrieben von Haidida, Dezember 03, 2011

Danke!
Ihr habts alle nicht gecheckt, das ganze ist empowerment- richtig lustig und macht mich froh :) und jaja für euch weiße ist das ein- hupsi das ist aber unlogisch- ich mein der schreibt ja so als ob er VVV-Vorurteile hätte ... ist mein Rr--r--rassismus etwa auch absurd und unlogisch und beschreibt vielemehr mich selbst als die die ich beschreiben will?

Ich hab übelst gefeiert... Thanks:)
geschrieben von coral, Dezember 04, 2011

...
Ein toller Text, der schön zeigt, mit welch schwachsinnigen Argumenten die sogenannte Mehrheitsgesellschaft oft auf alle losgeht, die "anders" sind. Bitte mehr davon! Und lasst uns bloß nicht mit den weißen Deutschen allein!
geschrieben von Nana, Dezember 04, 2011

Power flow
Haha :-)

Thanks for sharing!
geschrieben von Wohnungen Augsburg, Dezember 06, 2011

Also...
Ich kann nicht nachvollziehen, dass tatsächlich so viele Kommentatoren hier, die Intention des Textes nicht verstehen; dabei ist das von der erste Zeile an, offensichtlich. ..
geschrieben von Alexis, Dezember 06, 2011

...
Geilstes Statement gegen Islamophobie ever!
Der nächste der mir damit kommt eine Lehrerin dürfe kein Kopftuch tragen, dem werd ich was von weissen-deutschen Grundschullhrerinnen erzählen, die zur Weihnachtszeit Lebkuchen mitbringen und Krippen basteln! Eindeutiges Zeichen von totalitaristischem Gedankengut!
geschrieben von Mssandra, Dezember 09, 2011

Ja, die Umkehr...
... kann ein brauchbares Heilmittel sein. Wie gesehen bei Noah Sow 2008:
http://www.noahsow.de/blog/2008/04/01/terrorgefahr-kleine-fingerubung-in-journalistischer-willkur/
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