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Deck +++ Alte Welt +++ Wenn Konsumenten protestieren gehen
Donnerstag, 20.10.2011
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Kommentare (8) Drucken
 
Occupy Germany
 

Wenn Konsumenten protestieren gehen

Monatelang konnte er sich vorm PC-Bildschirm scharf machen, und jetzt wandert der User zum Occupy-Protest auf die Straße. Er weiß nicht so genau, was er denn nun fordern soll, also habe wir ihn ein bisschen beobachtet. Fazit: Protestieren? Ja! Aber bitte nur mit Vollverpflegung!
Geschrieben von:   
Kaum ist der Konsument mal ein bisschen auf der Straße unterwegs, möchte er in Watte gepackt und mit Keksen gefüttert werden. © Flickr h.koppdelaney


Vorweg: Ich tue mich insgesamt schon schwer damit zu sagen, was die Occupy-Bewegung Deutschlands denn nun sein soll oder noch werden kann. Weder möchte ich ins reaktionäre oder kulturpessimistische Denken abdriften noch den Sachverhalt verkennen, dass Menschen aktuell gerade wirklich ihre Ärsche auf die Straße schwingen. Und dennoch: „Das ist es, was unser Volksempfinden wohlig aufseufzen lässt! Frischluft und Camping!“, war mein erster fatalistischer Gedanke am letzten Samstag, als ich einen wackeligen Livestream der Berliner Occupy-Demonstration verfolgte. Es war später Abend, und einige der Protestierenden hatten es irgendwie geschafft, kurz vor dem Kanzleramt auf die Wiese vor dem Bundestag abzubiegen, und zwar schnurstracks an der Polizei vorbei. „Bringt uns Wasser! Bringt uns Decken!“, tönte es nur kurz darauf aus dem Netz, denn leider hatte das Wandervolk weder Smartphone noch Laptop zuhause gelassen. Spitze, dachte ich. Kaum ist der Konsument mal ein bisschen auf der Straße unterwegs, möchte er in Watte gepackt und mit Keksen gefüttert werden. Protestieren? Ja! Aber bitte nur mit Vollverpflegung!

Pathetische Anonymous-Rhetorik

Es ist wahrscheinlich mein Misstrauen gegen die weit verbreitete Bedürfnisstätten- und All-inclusive-Mentalität unserer Zeit, die mich vom Applaudieren abhält. Außerdem halte ich nicht viel von aufgeschreckten BildungsbürgerInnen, die um die Butter auf ihrem Brot fürchten. Und nicht nur das: Von „99 Prozent“ ist da ja immer die Rede. Aha. Und ich frage mich, was das wohl für unser Land bedeuten soll. Welcher Kollektiv-Bezugsrahmen wurde denn da im letzten Jahr so zusammen gebastelt? 

Occupy-Germany schmückt sich auf seiner Facebook-Seite auf jeden Fall mit pathetischer Anonymous-Rhetorik: „Die herrschenden Mächte arbeiten zum Vorteil einiger Weniger und sie ignorieren den Willen der überwiegenden Mehrheit. Diese untragbare Situation muss ein Ende haben. Vereinigt in einer Stimme werden wir den Politikern, und der Finanzelite, denen sie dienen, sagen, dass es an uns, den Bürgern, ist, über unsere Zukunft zu entscheiden“. Ja, oh ja, we are Legion, wir sind viele – nie wurde Schwarmintelligenz durchgenudelter auf den Punkt gebracht. Dazu eine plumpe „Oben-Unten“-Dichotomie und die fast schon kindlich-naive Annahme, wir hätten in unserer Gesellschaft bereits so was wie breitflächige Solidarisierungstendenzen (und zwar „nach unten“) erreicht. Selten so gelacht. Denn das letzte Jahr hat ja bereits gezeigt: Was soziale Ungleichheit und Co. betrifft, da macht die breite mittlere Massenklasse gehörig dicht. Das ist ja öde. Lieber mittelschichtige Fights führen, in denen soziale Missstände zum Beispiel ethnisiert und kulturalisiert werden. Oder wo in selten dämlichen Denkspielchen exemplifiziert wird, dass ja per se und überhaupt und überall ja auch jeder alles erreichen kann, ganz egal ob Männlein oder Weiblein oder was auch immer. Da muss halt nur gewollt werden. 

Alles außer emanzipatorischer Zorn

Wie es denn eben ist: Ungleichheit wurde bislang gut ertragen - vor allem, wenn es um die Zementierung der Einkommensverteilung ging. Bei uns wurde zum Großteil immer nur altes oder uraltes Geld weiter gereicht; und dass kleinen Leuten bis dato der Aufstieg verbaut blieb, interessierte bislang die wenigsten – ebenso wenig wie die nach unten Abgerutschten. (Wer anderes behauptet, der möge mir bitte Proteste gegen die geplante Instrumentenreform unserer Bundesregierung zeigen.) Ich frage mich also, warum und woher wir ausgerechnet jetzt irgendeine Art emanzipatorischen Zorn haben sollten. 

Die Vorstellungen, die man vom zielführenden „Aufstand“ hat, scheinen momentan auf jeden Fall eher wie aus Film und Internet abgeleitet, wie eine Trittbrettfahrerei mit Guy-Fawkes-Masken im Flatulenz-Wind des arabischen Frühlings – ausgeführt von denen, die das System wahrscheinlich eigentlich nicht ändern würden, sondern halt nur gerne mehr mitmischen würden. Dazu eine „Alles kann, nichts muss“-Attitüde, die jeden Mal ans Mikro lässt: Wie es sich für einen losen Zusammenschluss ohne Hierarchien gehört, darf da eben auch jeder mitquatschen wie es ihm grad Recht ist. 
Hat man früher den romantisch verwirrten Abendländlern vorgehalten, sie hätten zu viele schlechte Liebesfilme konsumiert, so könnte man heute angesichts der Protestler wohl auf die anscheinend degenerierenden Effekte solcher Werke wie „Braveheart“ oder „Herr der Ringe“ hinweisen (und zwar, um nicht allzu gemein zu werden, in Anschluss an Theodor W. Adorno, für den das Amusement ja immer nur der verlängerte Arm des Kapitalismus gewesen ist). 

Wie dem auch sei: Mir persönlich fehlt der Inhalt, die Positionierung, der theoretische oder zumindest der intellektuelle Überbau und die Abkehr von Bauern- oder Stammtischweisheiten. Das hat der protestierende Bürger bisher noch nicht geschafft. Und solange dies noch nicht geschehen ist, gibt es von mir auch keinen Beifall, sondern nur die Einsicht: Deutschland muss wieder mehr in Bildung investieren. Dringend. Und zwar großflächig.

Themen: Facebook Occupy Occupy Germany Protest
Kommentare zu diesem Artikel:
geschrieben von Töffel, Oktober 20, 2011

...
Auch mir fehlt bisher eine klare Zielstellung, wobei das in der Findungsphase solcher Dinger ja immer so eine Sache ist. Dumm auch, dass Vereine wie die Junge Union grad den Antikapitalismus entdecken, das macht es nicht einfacher - wobei, logische Konsequenz.

Vielleicht also so: Veränderungen, bestimmt, und gerade soviel, wie Politik & Co. & so weiter verkraften, und am Ende sind alle glücklich, weil: Wir haben`s ja geschafft und wir waren dabei!
geschrieben von T3o, Oktober 20, 2011

...
Schadet denn Protest ohne Inhalt jemandem ?
Im Grunde ist die logische Konsequenz von andauertem öffentlichen Protest ohne Inhalt eine irgendwie geartete Veränderung...und das ist doch prima!

Entweder es wird besser, oder es wird schlechter. Und dann erhöht sich ja der Leidensdruck "Inhalte" zu erzeugen...
Also, wir können nur gewinnen :)
geschrieben von genova, Oktober 21, 2011

...
Wenn die Demonstranten sich anschicken, eine Nacht bei knapp über null Grad im Freien zu verbringen und deshalb um Wasser und Decken bitten, dann ist das keine All-Inclusive-Mentalität und da ist auch niemand in Watte gepackt. Zumal das die einzig wirklich sinnvolle Aktion an diesem Samstag war: Ein auf Dauerhaftigkeit angelegtes Zeltdorf vorm Parlament - was ja deshalb auch von der Polizei sofort unterbunden wurde. Sorry, Nadia, das ist keine Analyse, das ist Arroganz. Zumal, wenn man sich die Szenerie bei 20 Grad auf dem Sofa anguckt.

Und zu den 99 Prozent: Du beschreibst die dichtmachende Mittelklasse sicher richtig, aber die Zahl setzt doch eher bei der Tatsache an, dass von der herrschenden Politik fast niemand profitiert. Es gälte, das den Leuten klarzumachen. Du verweist einerseits auf Adorno und meinst wohl auch sowas wie das falsche oder das absorbierende Bewusstsein und zeigst gleichzeitig, dass du nichts verstanden hast, wenn du der Mittelklasse eben dieses falsche Bewusstsein indirekt vorwirfst.

Bei aller Kritik, die man an dem Occupy-Ding haben kann, aber so von oben herab finde ich das ziemlich unangenehm.
geschrieben von unbekannter Flaschensammler, Oktober 21, 2011

Für mich sind das alles erst einmal *offene* Fragen
Da müsste man vielleicht nur wissen bzw. Bescheid gesagt bekommen (ich als weißer, heterosexueller Mann mit unzureichendem Randgruppenstatus habe hier zuzuhören - weiter nichts), wie denn der richtige emanzipatorische Zorn aussehen soll. Ja, wie? Grundsätzlich finde ich es angesichts von vielhundert Milliarden Euro zur "Investoren"rettung schon einmal ganz okay, wenn Menschen sich vor dem Reichtstag auf dem Rasen setzen und protestieren - so unangenehm es vielleicht sein mag, dass diese Menschen ganz normal konsumieren, ganz normal in der Gesellschaft mitleben und auch sonst voller Fehler und politischer Fehler sein mögen. Aber: Meine Meinung zählt nicht, ich als weißer, heterosexueller Mann - und auch nicht mein Gefühl, dass der Protest nicht nur eijnen guten Anlass hat, sondern auch in sich einen guten Anfang darstellt.

Ja, schön wäre es, wenn von diesen Protestlern in bester Auswägung und mit vorzüglichem theoretischen Unterbau all die übrigen Ungerechtigkeiten, Diskriminierungen und Elendserscheinungen in dieser Welt mitbedacht werden würden. Ja, und vielleicht stimmt es sogar, dass sich unter den Occupy-Demonstranten fast ausschließlich reine Idioten befinden, und was die Sache verschärft, jede Menge weiße, heterosexuelle Männer und Frauen, dazu auch eine Reihe weiterer Menschen, sowie Frauen und Männer mit multiplen Problemlagen und was auch immer. Soziologen wissen das sicher besser - ich kann es nur ahnen - und vermutlich liege ich mit meinen Ahnungen solange daneben, solange ich mit diesen Leuten nicht selber geredet habe.

Aber was weiß ich schon? Ich weiß es eben nicht. Ich werde mich jedenfalls heute auf den Weg machen, und mich mit Mitgliedern dieser (imho überwiegend studentisch geprägten) Protestcamps unterhalten. Die Methode mag fehlerhaft sein, und auch, dass ich extra Kekse, Limonade und Wasser mitnehme.

Ich vertraue da bislang meinem Gefühl, meiner Herzensbildung, dass das nicht so verkehrt ist, was diese mangelhaft gebildeten Menschen tun - und ich vertraue meinem Gefühl, dass diese Menschen vielleicht sogar solidarischer sind, als es die Autorin für irgend möglich hält.

Und vielleicht bin ich heute Abend bereits ein wenig besser informiert. Obwohl ich also die Autorin (die ich im Übrigen schätze) mit meinem unabhängigen Standpunkt (genauer gesagt: einem Nicht-Standpunkt und einer Nicht-Vorverurteilung) möglicherweise vor den Kopf stoße, was aber nicht beabsichtigt ist, werde ich mir eine unabhängige Betrachtungsweise zu eigen machen, obwohl ich ein weißer Hetenmann bin, der ja - wenn ich es richtig verstehe - an sich politisch falsch ist, in allem, was er tut und denkt. Ohne jeglichen politisch-theoretischen Überbau glaube ich an die Gleichheit aller Menschen, an ihre Fehlerhaftigkeit, und ganz sicher bin ich mir dank eines großen, diesbezüglichen Erfahrungsschatzes, selbst oft genug Fehler zu machen und daneben zu liegen.

Ich bedanke mich also bei der Autorin, herzlich sogar, interessante Fragen gestellt zu haben, die meine Neugier weckten. Falls es erwünscht ist, werde ich über meine Begegnungen mit einigen Occupisten berichten.

Alles Gute!
geschrieben von Nadia Shehadeh, Oktober 21, 2011

...
Hallo zusammen,

wie gesagt: Ich weiß es auch nicht so Recht, und deswegen würde ich mich zunächst schwer tun da irgendwo mitzumachen.

Lassen wir also hier mal den Sarkasmus; stattdessen nochmal mein Edit: Erhellend fand ich bisher auch noch:
---> http://reflexion.blogsport.de/...emokraten/
--> http://www.classless.org/2011/...-yourself/

Und Momo hat gestern auch noch weiterführend gebloggt:
--> http://metalust.wordpress.com/...er-fragen/
geschrieben von Nadia Shehadeh, Oktober 21, 2011

...
(... die Autorin (die ich im Übrigen schätze)...) --> hach
geschrieben von gangrel, November 15, 2011

doch doch
ist vermutlich alles etwas zu voreilig verfasst worden, nett zum tee abends noch schnell mal etwas in die tasten hauen für meinen "blog". abweichend von dem ganzen unmut der sich verständlicherweise bei (schwierig mit zahlen) "einer großen masse" breitgemacht hat und in dieser form "beginnend" angefangen hat sich nun aus volkes leib zu entleeren, möchte ich mal mehr oder minder kurz (versuche es zumindest in kurzform) eines anmerken. da ich vermehrt darauf stoße das viele meinen den "übeltäter" bereits ausfindig gemacht zu haben "Kapitalismus", muss ich darauf verweisen, dass das was wir nun schon seit, ich sage mal 5 jahren (wieder sehr schwer mit zahlen) zunehmend erleben, grad kaum noch etwas mit kapitalismus zu tun hat! denn im kapitalismus da hält sich jegliche staatsmacht weitesgehend raus aus der geschäfts und arbeitswelt undzwar konsequent, und vergibt schon garkeine "rettungspakate" an notleidende unternehmen. die misäre die wir nun haben ist eben wieder die schleichende abkehr bzw. das herein steuern das staates in die wirtschaft! und bitte an dieser stelle keine voreiligen schlüsse ziehen, ich plädiere nicht für völlig entfesselten privatismus, aber ein unternehmer der lohndumping betreibt und denn staat erpresst mit den immergleichen argumenten (in china und indien ist die produktion billiger, dann lagern wir aus, etc.) und damit immer seinen weg letztenendes geebnet bekommt, dem sage ich an dieser stelle, das ist ganz klar kein kapitalismus, sondern vielmehr nahezu genau das gegenteil in pervertierter form sogar. man könnte sagen es ist eine art mutierter banken/großunternehmer sozialmus, obendrein auch noch gedeckt von dem einzigen gegenargument welches der gemeine "kleine arbeiter" in zeiten eines disputes überhaupt haben würde, nämlich den staat als fungierendes gegengewicht zu eben genau solchen eben genannten erpressungsversuchen. stattdessen, machen wir an dieser stelle einmal eine kurze bestandsaufnahme, was haben wir, banken welche sich von dem stinklangweiligen aber dennoch nützlichen und vorallem soliden ursprünglichen gechäftsmodell eines kreditinstitutes entfernt haben, und neuerdings eher wie ein casino werkeln. und das auch noch, man stelle es sich vor, mit voller rückendeckung desjenigen der am allerwenigsten signale eines retters in der not an diese aussenden sollte. denn das einzige was man nun mit der vermeindlichen alternativlosen "rettungsmentalität" seitens der politik erschaffen hat, ist die gewissheit zur narrenfreiheit derer die unsolide wirtschaften und ihren eigentlichen zweck schon längst nichtmehr erfüllen. dass ist, um wieder auf das eigentliche thema zurückzukommen, sozialismus mit den perversesten auswüchsen gewisser kapilatistischer praktiken. man schaue nur einmal in das reich der mitte, was meint man wohl wem genau china´s währungsreserven gehören und wer diese verwaltet, wohl kaum die private hand die sie ja vermeindlich erwirschaftet haben will. fazit, lasst mercedes benz, vw siemens und co, drohen alles nach asien auszulagern, und die ganze chefetage am besten gleich hinterher ziehen, das hätte (wenn dies denn jemals tatsächlich so geschehen könnte, und das würde es garantiert nicht!) dann zur folge haben das sich hier das spielfeld ganz schnell wieder ganz großflächig ausweiten würde und neue junge leute grade dann endlich mal wahrlich die chance hätten, die beim status quo doch nur den "söhnen, töchtern und zugeheirateten" zustehen. deutsche bank und commerzbank pleite und abwicklung ? oh schreck oh schreck... man könnte ja nicht etwa selbst ein ganz neues kreditinstitut gründen und es fortan selber richtig machen. industrie riesen drohen mit dem exodus?, lasst sie gehen! bis sie sich in der neuen heimat ihr netzwerk eingerichtet haben, sind hier die neuen jungen wilden bereits wieder mit frischen ideen in einem bereits gut bestelltem haus bei vorhandener infrastruktur dick im geschäft und der hiesige konsument begreift was er letztenendes sich selbst gutes tut, wenn er da kauft wo "zuhause" ist. im kapitalismus bekommt kein privatunternehmen steuergelder zugeschoben ganz egal aus welchem grunde! deutsche bank, volkswagen und siemens sind lange keine echten kapitalistischen unternehmen mehr, es sind vielmehr volkskombinate mit verlängerten hebeln in form von erpresserargumenten einer vermeidlichen "globaliserten weltwirschaft" in der es "wonanders" immer günstiger ginge, um die profitmargen zu optimieren. glaubt jemand noch dass dann diese unternehmen noch hier sind weil sie die letzten paar jobs aus reinem gutmenschentum noch in der "alten gründerheimat des unternehmens" untergebracht wissen wollen! wer meint er sei so groß und wichtig geworden das ihm jeder wunsch erfüllt werden müsse, dem muss man zeigen das dies nicht so ist, lasst sie ziehen und verschwendet dann keine zeit selbst in einen neugründer rausch zu verfallen, oder traut man sich hier nichtmehr zu die zügel im ernstfall wirklich wieder SELBST in die hand zu nehmen!? denn schließlich ist es doch genau dass, was man bei occupy und co. beklagt, man will doch endlich wieder selbst tätig werden können, undzwar auch so, dass man es auch mal wieder wohlig zu spühren bekommt nach getaner arbeit!
geschrieben von gangrel, November 15, 2011

...
der staat verwendet die steurmittel nicht kapitalistisch indem er grwisse rücklagen als puffer bildet, sondern er setzt es dort ein, wo diejenigen sind die schon alles haben und er stellt somit sicher das diese ach auf möglichst lange zeit noch genau dort bleiben während der große rest "gleich gemacht wird" (hartz 4, fix einkommen, gesetzliche mindestlöhne), das ist wie in der guten alten soviet union aber gewiss kein kapitalismus, staat regelt "infrastruktur, landesverteidigung, gesetzes einhaltung bzw. vollstreckung" mehr nicht! für hartz 4 werden jedes jahr c.a. 40 milliarden aufgewendet, für die hypo realestate jedoch (welchen zweck erfüllt die noch gleich, und wieviele leute arbeiten dort, und schaffen diese einen nachweisbaren mehrwert?) werden eben mal das 4 fache locker gemacht. das ist kein aufruf harz 4 aufzusrocken, sondern vielmehr einer die steuermittel wirklich einmal kapitalistisch einzusetzen, undzwar dort wo man zumindest einen mehrwert erwarten kann. und diese finden sich ganz sicher nicht in längst gescheiterten strukturen und finanzinstituten. unternehmertum muss gefördert werden, das hat dann auch wieder mehr optionen am arbeitsmarkt zur folge und das zersetzt wiederrum den monopolstatus der "volkskombinate" den status quo abzusegnen ist nicht kapitalismus, es ist sozialismus !!! frei nach schumpeter, schöpferische zerstörung!!!
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