Bushido hat den Integrationspreis mehr als verdient, das ist erwiesen: Auf der Straße, von der er ja kommt, hat er 27 Flensburger Punkte abgezogen. Wer so viel und so lebhaft fährt, der liebt sein Auto. Und das Auto ist bekanntlich des Deutschen liebstes Kind. Beweis erbracht.
Ab zum Idiotentest
Die Gang vom Flensburger Verkehrsregister hingegen sieht in Bushido eine Gefahr für die Straße, sie hatet ihn und disst ihn öffentlich und rippte ihm die Lizenz zum Driven ab. Nun musste der Rap-Raser sogar mit einer Frau sprechen: "Ich habe mich fast sieben Stunden mit einer Psychologin unterhalten, konnte auch über mein Leben nachdenken." Das ist doch schonmal ein Ergebnis. Mal sehen, zu welchem der sogenannte Idiotentest kommt.
Anis Mohamed Youssef Ferchichi, wie der pfeilschnell Integrierte mit bürgerlichem Namen heißt, fiel bereits in seiner Jugend durch reichlich Hubraum und mangelnden Respekt vor den Gesetzen der Straße auf. Schön anschaulich wurde dies in seiner Filmbiographie "Zeiten ändern dich" (und deinen Lappen) aus Edels und Eichingers Deutschfilmschmiede gemacht: Da saust Bushido mit einem Affenzahn über den Asphalt, grundsätzlich doppelt so schnell wie auf dem jeweiligen Streckenabschnitt erlaubt (True story. Macht er auch heute noch so). Er will seinem sterbenden Vater Lebewohl sagen, denn Blut ist dicker als Benzin ist dicker als Wasser. On the road konnte er über sein Leben nachdenken und vergeben.
Den Weg des Kriegers legt Bushido seit nunmehr einem Jahr zu Fuß, mit dem Zug oder Taxi zurück. Der Lappenentzug und der damit einhergehende Mobilitätsverlust könnten Grund dafür sein, dass Bushido seit geraumer Zeit an einer Karriere als Politiker arbeitet. Als solcher verfügt man ab einem gewissen Level über einen Dienstwagen und sogar Chauffeur.
Wenn Bushido dann eines Tages als Politiker wegen einer "Dienstwagenaffäre" ins Gespräch kommt, dann wissen wir: Du bist Deutschland. Und Gangster zugleich.