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David Hasselhoff
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Don't vermassel the Hoff |
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| David Hasselhoff ist auf Comeback-Tour und wir hin und hergerissen: warum macht der Held unserer Kindheit nur so unfassbar schlechte Musik und damit den letzten Funken Image kaputt? |
| Geschrieben von: Michael Stepper |
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The Hoff - eine überstilisierte Kunstfigur © Philibuster
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Für Andy Borg müssen es Sternstunden gewesen sein, als er im April 2010 das Comeback von David Hasselhoff im Musikantenstadel präsentieren durfte. Für einen Abend war der stete Verwesungsgeruch des öffentlich-rechtlichen Altersheimes wie weggeblasen. Das junge Publikum, eine Zielgruppe, mit der Borgs Nachfolger frühestens in 40 Jahren rechnen dürfen, hatte sich eingefunden. An den Apparaten, vor dem Rechner und – man mag es kaum glauben – im Publikum: zwischen Rollatoren, Gehstöcken und frischversilberten Dauerwellen, um die Wiederkehr einer Kultfigur zu feiern: dem Hoff. The Hoff is back Ab diesem Zeitpunkt war klar, David Hasselhoff will zurück ins Rampenlicht. Er will fortführen, womit er als Jurymitglied von „America’s got talent“ begonnen hatte. Er will vergessen machen, dass er am Tiefpunkt seiner Karriere angekommen war und alkhoholkrank ist. Daher auch die Rückkehr zu seinen Fans, die sich nach wie vor in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden. Für genau dieses Klientel hat man nun „The Hoff is back“ konzipiert, eine Comeback-Show, die wie eh und je maßgeschneidert scheint für die Ansprüche des deutschen Publikums. Keine Stadionshow ist das, was der Hoff da neulich in München präsentierte, auch keine gemütliche Clubtour sondern eine Trash-Revue, die anmutet wie ein Musical und damit im Deutschen Theater auch gut aufgehoben schien. Dort wo sonst massenkompatibles Musiktheater für Reisebusgruppen zur Aufführung kommt, muss sich auch ein Hoff nicht schämen. Schon gar nicht, wenn er sich für seine gröhlenden Fans zum Affen macht, von denen viele nur kamen, um Michael Knight oder Mitch Buchannon mal aus der Nähe betrachten zu dürfen. Man selbst hatte vor lauter Knightrider- und Baywatch-Verblendung ein wenig verdrängt, dass David Hasselhoff neben „Looking For Freedom“ einst wirklich grausame Hits wie „Limbo Dance“, "Hooked On A Feeling" oder „Crazy For You“ zum Besten gegeben hat. Letzterer ein lauwarmer YMCA-Abklatsch, den der Hoff für sein neues Album gleich noch einmal kopierte und mit neuem Text versah. Ziemlich gruselig. Wieviel Selbstironie verträgt der Mensch? Doch genau diese Tatsache schien dem Münchner Publikum egal zu sein. Trainiert durch den jährlichen Oktoberfest-Marathon, durch Après-Ski-Hits im Winter und Ballermann-Parties im Sommer, kam der Hoff mit seinem „Everybody Happy“-Motto gut an. Ein Grund, warum man ihn in seiner Heimat belächelt für den „musikalischen Eurotrash“, mit dem der meistgesehene Seriendarsteller der Welt seit den 90ern peu à peu sein Image ramponierte. Während der Show erschien immer wieder die gleiche Frage vor dem inneren Auge: wie weit kann Selbstironie gehen? Ein paar Einspiel-Videos aus Knightrider und Baywatch, ein K.I.T.T.-Exemplar neben der Garderdobe und Merchandising-Stände die den Kult erkaufbar machen. Der Hoff hätte sich nach seinem Burgergate-Skandal und seiner Biographie „Making Waves“ ausruhen können auf seinen Erfolgen, aber für Amerikaner scheint es nach dem Fall nur einen Weg zu geben: den zurück ins Rampenlicht, zu den Fans, die heute noch aus Nostalgiegründen feiern wollen. Mit dem Hoff, dieser überstilisierten Kunstfigur, die nur auf Plakaten, T-Shirts und Tassen existiert, nicht aber im wirklichen Leben. Ich für meinen Teil bin innerlich zerrissen über den Hoff. Einerseits hatte ich während der Songs mit argem Brechreiz zu kämpfen, andererseits verdanke ich dem Hoff eine glückliche Kindheit in den 80ern. Daher war es ein wenig wie Abschied feiern. Mach' es gut, alter Junge. Ich werde Dich stets in guter Erinnerung behalten. Als den, der Du vor über 20 Jahren warst und nicht diese Wachsfigur mit den schlechtsitzenden Anzügen. Farewell, Hoff! Kommentare zu diesem Artikel:
geschrieben von Phillip,
März 02, 2011
HOFFentlich nie wieder!
Ojeh, der HOFF. Hatte mir aus puren Nostalgiegründen das Konzert in Berlin "gegönnt" und war am Ende schockiert, wie perfekt Herr Hasselhoff diese Mallorca-Show beherrscht. War Malibu schon immer so nah an den Balearen?
geschrieben von TheDuke,
März 19, 2011 Uahhh!
Haha, der Hoff. Wer glaubt, dass der Hoff in der Realität auch nur ansatzweise so cool ist wie Michael Knight oder Mitch Buchannon, der ist aber arg in der Kindheit steckengeblieben. Musikalisch war David Hasselhoff schon immer ein ganz böser Rohrkrepierer *schauder* ...
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