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Elizabeth Taylor
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Bye, "Sexiest Woman Alive" |
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| Mit Elizabeth Taylor ging eine der letzten großen Diven des alten Hollywood von uns. Ob sich ihre austauschbaren Nachfolgerinnen wie Angelina Jolie oder Megan Fox auch so lange in der Öffentlichkeit halten, darf bezweifelt werden. Ein Resümee über Stars damals und heute. |
| Geschrieben von: Saskia Schäfer |
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Liz Taylor - die Grande Dame Hollywoods in jungen Jahren © fotopedia.com
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Mit Elizabeth Taylor ist eine der letzten Grand Dames des alten Hollywood von uns gegangen. Auch wenn uns klar war, dass irgendwann dieser Tag kommen würde, so trifft uns doch die Erkenntnis schwer, dass kaum noch jemand jemals wieder diesen Status einnehmen wird. Eigentlich hatten wir uns über Elizabeth Taylor überhaupt keine Gedanken gemacht. Die Generation Facebook erinnert sich vielleicht am ehesten an Bilder eines etwas aufgedunsenen alternden Stars mit einem explodierten Wellensittich auf dem Kopf, der zusammen mit einem fast ebenso zerrupften Michael Jackson irgendeinen Preis in die Kamera hält. Heute sind beide tot und das Foto Geschichte. Sieht man Bilder der jungen Liz Taylor, kann man verstehen, warum sie jahrelang als schönste Frau der Welt galt. Dennoch teilte sie das Schicksal anderer bedeutender Hollywood Sternchen ihrer Zeit: Sie hatte kein Geschick für Drehbücher, kein Geschick für Männer und war zu schön, um wirklich ernst genommen zu werden. Zwei dieser Punkte erledigten sich mit dem Erfolg von selbst, doch die Sache mit den Männern war einfach nicht ihre Stärke und so wurde Heiraten zum Hobby. Trotz zwischenzeitlicher Tabletten- und Alkoholsucht stand sie 52 Jahre ihres Lebens vor der Kamera, vom Kinderstar bis zur alternden Frau. Eine Schwäche für Diamanten war ebenso Teil ihrer Person wie ihr Engagement im Kampf gegen AIDS. Sexiest Woman Alive von der Stange Die Welt ist heute eine andere als in der Zeit, in der Liz Taylor jung war. Inzwischen gibt es jedes Jahr eine „Sexiest Woman Alive“, deren Sexappeal die Welt kaum länger in Atem hält als eine durchschnittliche Fussballsaison. Wer sind Megan Fox, Minka Kelly und Brooklyn Decker? Austauschbare Barbies, deren Namen bislang noch keinen nennenswerten Nachklang hinterlassen und es wohl auch nie tun werden. Die Halbwertszeit der Stars von heute beträgt allenfalls ein paar Jahre und ihr Ruhm endet zeitgleich mit dem gebärfähigen Alter. Während in den Fünfziger- und Sechzigerjahren eine handvoll Leading Ladies das Spiel machten, ist die Menge an jungen attraktiven Schauspielerinnen inzwischen unübersichtlich groß. Sie verkörpern keine Typen, sondern sind Stereotypen, austauschbare Schubladenfrauen. Je nachdem, was im neuesten Streifen gewünscht wird, gibt es sie in jeder Haar- und Hautfarbe, jeder Körper- und Körbchengröße, nur nicht in jedem Gewicht. Aber das ist eine andere Geschichte. Selbst die Topverdienerinnen können einem Vergleich kaum standhalten. Man nehme eine Angelina Jolie, die sich selbst als Übermutter, Charityqueen, Actionbraut, männermordender Vamp und Sexgöttin inszeniert, mit ihren zweitklassigen Superfrau-Filmen aber außer masturbierenden Teenagern niemanden hinter dem Ofen hervorlockt. Und nein, ein Oscar für ein exquisites Dinner adelt nicht automatisch auch den Büchsenfraß, den Madame sonst kocht. Nun mag man dagegen halten, dass auch die Filme der großen Leinwandikonen wie Liz Taylor, Rita Hayworth oder Audrey Hepburn in der Regel nicht gerade durch intellektuellen Anspruch bestechen. Fairerweise muss man sagen, dass die Damen von einst das Glück hatten in einer sich langsam bewegenden Welt zu Filmgöttinnen heranzureifen, während heute viel Kanonenfutter für die digitale Film- und Fernsehwelt erst herangezüchtet und dann verheizt wird. Selbst die paar Topstars unter den Millionen mal mehr, mal weniger arbeitslosen Schauspielern schaffen kaum, sich länger als eine Dekade ganz oben zu halten, bevor sie ihren glanzlosen Abstieg antreten. Taylor-Burton-Rausch Interessanterweise hat sich aber auch das Privatleben der Stars verändert. Eine Liz Taylor ging achtmal den Bund fürs Leben ein; die Katze auf dem heißen Blechdach lässt grüßen. So tragisch die Suche nach Liebe auch anmutet, sie ist auch ein Statement an das Leben, dass es immer weiter geht. Die Rock’n’Roll-Ehe (laut, sexy und in jeder Hinsicht berauscht) mit Richard Burton wurde so öffentlich wie möglich ausgetragen, geheiratet wurde gleich zweimal. Da fragt man sich, ob uns Angelina Jolie mit ihrer sterilen Langeweile-Beziehung zu Brad Pitt zu Tode beeindrucken will. Wo ist da das Leben? Wo die Abstürze? Das Sich-Aufrappeln und weitermachen? Angie, wir werden ja sehen, ob du dich mit 50+ noch vor eine Kamera traust und was bis dahin aus deinem Charity-Gedöns wird. Nimm dir ein Beispiel an Liz Taylor, die zwar nicht schön gealtert ist, aber den Mut hatte den Kameras die Falten zu zeigen. Wir verneigen uns vor einer großen Schauspielerin. Einer der letzten ihrer Art. Kommentare zu diesem Artikel:
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