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Bushido
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Klauen ändert nichts |
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| Der Rapper Bushido, bekannt für sein hartes Vorgehen gegen Raubkopierer, steht selbst am Pranger. Er soll Songs einer französischen Band geklaut haben. Doch der Musik-Mogul wird diese Affäre unbeschadet überstehen. Im Gegenteil: Er profitiert schon jetzt von dem neuerlichen Aufmerksamkeitsschub. |
| Geschrieben von: Nadia Shehadeh |
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Bushido: Gangster-Rapper mit Geschäftssinn © Flickr MuddleMeow
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Anis Mohamed Youssef Ferchichi alias Bushido mag gemeinhin als Forrest Gump des deutschen Musik-Business hingestellt werden, als problematischer Migrantensohn, der aus Versehen erfolgreich geworden ist. Doch schon der künstlerisch gefloppte Eichinger-Film „Zeiten ändern Dich“ machte klar: Der selbsterklärte Skandal-Rapper kommt nicht aus dem Ghetto, absolvierte eine Ausbildung zum Maler und Lackierer mit Bravour und hatte stets nur eines vor Augen: den Erfolg. Wer noch genauer hinschaut, könnte vermuten: Der Berliner verfolgt strikt einen perfekten Businessplan, der ihn konsequent von Award zu Award und von goldenen zu Platin-Schallplatten führt.
Wenn zwei sich streiten profitieren alle Der neueste „Skandal“ scheint diese Vermutung zu bestätigen: Ein Rapper, der in der Vergangenheit mehrfach betont hat, sich aus dem Musikgeschäft zurückziehen zu wollen und eine bis dato absolut unbedeutende französische Band treffen sich vor Gericht. Der Vorwurf: Bushido soll in 13 Fällen Auszüge aus Liedern der Gothic-Gruppe Dark Sanctuary unerlaubterweise verwendet und als eigenes Gedankengut ausgegeben haben. Das Ende vom Lied: Sie erzielen keine Einigung, dafür jedoch phänomenales Presse-Echo. Bushido muss Exemplare von elf seiner Platten, die noch im Handel erhältlich sind, inklusive einiger Sampler (u.a. Bravo Hits) einstampfen lassen und 60.000 Euro Strafe an die französischen Musiker zahlen. Die zur „Schredderei“ freigegebenen Bushido-Platten werden in der Folge im Internet zu exorbitanten Preisen unter Privatbesitzern gehandelt, die Clips der beklauten Band erleben bei YouTube eine wahre Click-Renaissance, da Hobby-Gehörgangsexperten neugierig auf die erschlichenen Tonfolgen sind. Eine Win-Win-Situation. Bushidos Doppelmoral Bushido ist ein Popkultur-Chamäleon, jemand, der sich in verschiedenste Kontexte integriert, sich mit der Kultur-Elite arrangiert ohne gegenüber seinen Fans unglaubwürdig zu werden. Dabei dienen die meisten seiner werbewirksamen Inszenierungen und Talkshowauftritte bei Kerner und Co. nur der Erfüllung eines höheren Geschäftsziels. Das kennt man – auf einem etwas niedriger angelegten Niveau – bereits von Dieter Bohlen. Bei dieser Betrachtung verwundert es auch nicht, dass der Rapper in seinem eigenen Forum zum Thema Urheberrecht folgende Worte durch einen Administrator verlautbaren lässt: „Alle, die meinen, fröhlich in anderen Foren ihre Meinung zu bisher unveröffentlichten urheberrechtlich geschützten Alben posten zu müssen, sollen das ruhig tun. Damit macht ihr euch nur definitiv verdächtig, ein solches Werk zumindest gedownloaded zu haben. Und auf einen Verdacht können und werden problemlos Ermittlungen gestützt werden. Bushido hat eine Professionelle Firma beauftragt, die 24 Stunden am Tag, die Verbreitung illigaler Links zurück verfolgt. Und falls ihr meint, das wär alles zu aufwendig oder ein zu großer finanzieller Schaden. Ratet mal, wer das im Endeffekt bezahlt. Vielleicht ist das auch Teil des Schadensersatzes, den man blechen muss?! Also, wer zu viel Geld übrig hat und für das Album auch mal 3 oder 4 stellige Summen ausgeben möchte...bitte, nur weiter so. Oder User die sowas bei Myspace anbieten, was auch immer, macht weiter so. Wir haben bisher weit mehr als 100 Screenshots, und weitere Daten z.B Accountnamen bei Youtube, Myvideo und so weiter. Dazu wird intensiv daran gearbeitet anderweitig an Informationen zu gelangen. Das ist keine Drohung, das ist mehr, und die einzigen, die letztlich Lachen werden sind wir.“ Geschäft ist Geschäft In der Hip-Hop-Szene hingegen schaut man trotz der fragwürdigen Sample-Beschaffung zu Bushido auf, wie die zahlreichen positiven Einträge und Fanbekundungen in den einschlägigen Foren belegen, und sieht sein Image durch diese Vorwürfe nicht gefährdet. Jetzt wollen die Medien wissen, dass die Plagiats-Nummer Bushido den Erfolg kostet. Das wird nicht eintreffen. Wir werden Bushido vorerst nicht loswerden, er wird weiterhin einer der erfolgreichsten deutschen Künstler bleiben. Nicht, weil er so gut ist. Sondern weil er ein cleverer Geschäftsmann ist. Kommentare zu diesem Artikel:
geschrieben von Tom,
April 23, 2010
Bushido ...
ist doch eine ganz linke Socke. Selbst wehrt er sich mit allen Mitteln gegen "Raubkopierer" und gilt bei seinen Fans durch diese "Entschlossenheit eines Kriegers" wahrscheinlich auch noch als Vorbild. Ganz im Sinne des alten Geschäftssinns: Was man hat, das hat man. Ziemlich peinlich, wenn man dann selbst als Dieb auffliegt.
geschrieben von Ivyscamm,
April 28, 2010 Bushido
leute, er hat sich zwar einige ähnliche töne kopiert von der Gothic Band, aber nicht komplet
kopiert. Er hat eindeutig aus einen Metal-Blödsinn, einen viel cooleren hip-hop beat gemacht. Was ist daran schon soo falsch wenn man ein wenig von anderen nachmacht. Solange es nicht 100% nachgemacht ist, ist es nicht soo schlimm. Sorry für manche fehler, hatte nicht soo viel zeit alles richtig zu schreiben ;) Kommentar schreiben:
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lg,
ersraubkopierer