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Mein Philibuster
Deck +++ Strömungen +++ Was Spaß macht, ist verboten
Montag, 29.11.2010
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William und Kate
 

Was Spaß macht, ist verboten

Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middelton ist längst das Medienereignis 2011. Doch trotz bislang perfekt anmutender Kulisse, scheinen die Skandale für das junge Glück programmiert. Profitieren werden davon erneut: die Medien.
Geschrieben von:   
Offenen Auges in die Katastrophe - Prinz William und seine Kate © Ferdinand Haschner / Philibuster


Das Goldene Blatt freut sich schon jetzt auf den Umsatzrekord, während weltweit die Fernsehzuschauer einer werbefreien Übertragung der Zeremonie entgegenfiebern und auf Youtube das Hochzeitsvideo später in Endlosschleife läuft. Man probt den Kniefall vor Kitsch und Tradition und wünscht sich fast ein bisschen Monarchie herbei, um mitglamourn zu können. War man da in den Achtzigern noch auf Fernsehen und Radio angewiesen, werden wir nun sogar die Sitzordnung der Gäste und das Rezept der Hochzeitstorte googlen. Wenn da nicht mal in Westminster Abbey ein Sack Reis umfällt.

Die Hochzeit im schwedischen Königshaus dieses Jahr war da zum Aufwärmen schon ganz gut. Die brave Prinzessin ehelichte - wie zuvor schon ihr Vater - einen Partner aus dem Bürgertum. Auch wenn Carl Gustav gerade mitten in einem Sexskandal steckt, ist doch eigentlich das britische Königshaus für Eskapaden jeder Art bekannt: Affären, Scheidungen, Privatinsolvenzen, diffuse Biografien, etc. pp. und die steinerner Miene der Queen über allem. Der Unterhaltungswert ist nicht zu unterschätzen.

Eine Tragödie als Marketinginstrument

Doch halt, bei den zu Vermählenden handelt es sich um Prinz William und Kate Middleton. Also alles wieder auf Anfang, denn die Geschichten um Beziehung taugten bislang höchstens als Einschlafhilfe. Prinz Valium und Prinzessin Vespa in Reinkultur. Doch zum Glück lässt sich die Lebens- (und Sterbens-)geschichte von Prinzessin Diana an dieser Stelle beliebig oft wiederkäuen, so dass wir schon Monate vor der eigentlichen Ja-Sagung die Dauersoap der Königin der Herzen mit Gewalt ins Hirn gedrückt bekommen. Der Diana-Faktor wird William sein Leben lang begleiten und jeden seiner Schritte aus dem Off kommentieren.
Der arme reiche Junge, der so früh seine Mutter verlor, heiratet nun die Liebe seines Lebens. Die Yellow Press ist entzückt, umso mehr, da der Verlobungsring einst Diana gehörte. Was aus dieser Ehe wurde, weiß man ja. Prinz Charles hat in diesem Stück übrigens bereits eine Statistenrolle eingenommen, ebenso wie in der Frage der Thronfolge, wenn man einigen Stimmen glauben darf.

Leben bei Hofe – Fluch oder Segen?


Doch vielleicht haben wir alle gut reden und lästern, schließlich sehen wir nur die (noch) perfekte Fassade eines behüteten Prinzen mit jeder Menge Privilegien und der Aussicht auf den Thron. Williams wagemutigste Tat war bisher die Landung mit seinem Militärhubschrauber im Garten seiner Schwiegereltern in spe. Zwischen Angeberei und jugendlichem Leichtsinn musste die öffentliche Kritik im Nachhinein platt gebügelt werden, indem man den Vorfall als Trainingseinheit im Rahmen seiner Ausbildung deklarierte. Alles, was Spaß macht, ist verboten. Auch für Prinzen. Will jemand tauschen? Sein Bruder Harry ist da schon mutiger, aber der steht ja auch nicht unmittelbar zur Thronfolge an.

Kate, pardon Catherine, hingegen begibt sich offenen Auges in ein Leben, das nur aus Muttersein und Charity bestehen wird. Dies dürfte für sie kein unangenehmer Lebensinhalt sein, denn damit ist sie weg von der Straße und nicht mehr in der Verpflichtung sich irgendwann einen Job suchen zu müssen. Während andere Frauen in derselben Situation aus Liebe auf ihre Unabhängigkeit verzichtet haben – man denke an Sophie Rhys-Jones und Letizia Ortiz – macht „Waity Katie“ seit Jahren kaum etwas anderes als auf den Hochzeitsantrag zu warten, nett auszusehen und … - nett auszusehen. Das Frauenbild in den Schwindel erregenden Höhen der High Society ändert sich damit wohl nicht, aber es ist schön zu wissen, dass die künftige Königin von England ein klares Ziel vor Augen hat und die Ehe offenbar das Höchste ist, was eine Frau im 21. Jahrhundert erreichen kann. Hoffen wir für ihre Hochzeit wenigstens, dass sie Stil hat und sich nicht in ein Baisier-Törtchen verwandeln lässt, wie einst Diana. Was danach kommt, werden wir sehen und lesen. Spätestens im Goldenen Blatt.

Kommentare zu diesem Artikel:
geschrieben von Tom, November 29, 2010

Fein inszeniert
Das wird sicher eine "Traumhochzeit", wie sie die Klatschpresse gern verkauft, um gleich darauf erste Zweifel zu streuen. Headlines wie "William und Kate - droht die erste Krise?", "Babdydrama - warum es bei William und Kate einfach nicht klappt" und "Kate in Todesangst: Mein Willy zieht ins Manöver" sind nur eine Frage der Zeit. Jetzt wird erst noch einmal das Thema "Diana" ausgewalzt - nach Möglichkeit schön platt. Und selbst wenn sich die Beziehung als stabil erweisen sollte ... wie meinte meine Oma altersweise? "Irgendwas ist immer!". Recht hatte sie ...
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