Wer hat Angst vor Daisy?

Erstellt von: Michael Stepper Tagged in: Untagged 

Deutschland im Katastrophen-Fieber:
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Wer in diesen Tagen die Fernsehnachrichten verfolgt, fühlt sich an Roland Emmerichs Weltuntergangsszenario "The Day after Tomorrow" erinnert. Daisy, die neue Eiszeit, hat Deutschland im Griff und die Medien schüren Panik, indem sie sich auf die Ratschläge des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe berufen.Das Amt rät den Bürgern nämlich, sich vorsorglich mit Lebensmitteln einzudecken.  Ausreichend Trinkwasser, ein Medikamentenvorrat und Kerzen sollten ebenfalls im Haus sein. Außerdem ein batteriebetriebenes Radio, denn im Fall eines Stromausfalls wären Fernsehen oder Computer nicht einsatzfähig. Interessanterweise weist Herr Unger vom Bundesamt auch gleich darauf hin, sich mit Bargeld zu versorgen, da ohne Strom auch keine Bankautomaten funktionieren. Ach ja? Dazu bedarf es aber keiner neuen Eiszeit, das schaffen die Banken auch von ganz allein, wie das Debakel um die EC-Karten-Chips gezeigt hat.
Da müssen also Menschen eine Nacht in ihren Autos verbringen. In Jacken aus Hightech-Materialien. In Decken gehüllt. Von Rettungsdiensten mit warmem Tee versorgt. Nicht schön, aber gleich ein Grund, den nationalen Notstand und den schlimmsten Wintereinbruch seit Jahren auszurufen? Was haben unsere Großeltern im zweiten Weltkrieg gemacht, als sie wochenlang bei eisigen Temperaturen in zerbombten Häusern ausharren mussten? In zerlumpten Kleidern. Ohne Decken. Ohne humanitäre Hilfe. Was sagt diese Situation über unsere Medien aus? Über unsere Gesellschaft, die sich bereits bei minus 10 Grad völlig überfordert zeigt? Eine Menge.
(Bild - Screenshot aus dem Film "The Day after Tomorrow © Twentieth Century Fox Home Entertainment)
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